US-Wahl
Demokraten siegen auch bei Kongresswahlen

Erfolg auf der ganzen Linie: Neben dem Sieg im Rennen um das Weiße Haus haben die Demokraten auch die Kongresswahlen gewonnen. In beiden Kammern des Parlaments erreichten sie eine klare Mehrheit.

gbr/HB WASHINGTON. „Das ist die Nacht, auf die wir gewartet haben“, sagte die Präsidenten des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, in der Nacht zum Mittwoch. Die Demokraten konnten sechs Republikaner von ihren Mandaten verdrängen und acht Sitze erobern, bei denen der bisherige republikanische Abgeordnete nicht mehr antrat. Umgekehrt mussten sie nur drei Sitze räumen.

Bei der Wahl von 35 der 100 Sitze im Senat gelang es demokratischen Kandidaten, entscheidende Mandate zu erobern, die bisher von den Republikanern gehalten wurden. Zu den Verlierern bei den Republikanern gehören die bisherigen Senatoren Elizabeth Dole in North Carolina und John Sununu in New Hampshire. Außerdem gewannen demokratische Kandidaten in Virginia und New Mexico, wo die bisherigen republikanischen Amtsträger nicht mehr antraten. Zu den Siegern der Senatswahl gehört auch der demokratische Vizepräsidentschaftskandidat Joe Biden, der in Delaware für eine siebte Amtszeit wiedergewählt wurde.

Im bisherigen Senat hatten Demokraten und Republikaner jeweils 49 Sitze. Zwei Mandate wurden von parteilosen Politikern gehalten, die bei Abstimmungen meist auf Seiten der Demokraten waren.

In Alaska sah es bei der Senatswahl knapp aus. Bei der Auszählung der Stimmen für den Senat lag zwei Stunden nach Schließung der Wahllokale der amtierende republikanische Senator Ted Stevens knapp vor seinem demokratischen Herausforderer Mark Begich, dem Bürgermeister von Anchorage. Er führte nach Vorlage der Ergebnisse aus etwa zwei Drittel der Wahlbezirke mit 48 zu 47 Prozent vor Begich. Den Demokraten waren in letzten Umfragen gute Chancen eingeräumt worden, diesen Sitz den Republikanern abzujagen. Stevens ist der am längsten amtierende Senator der Republikaner. Er gehört dem Senat seit 1968 an und hat durch seine Beziehungen Milliardensubventionen des Bundes nach Alaska geholt. Ein Bundesgericht in Washington hatte ihn allerdings wenige Tage vor der Wahl der Korruption für schuldig befunden. Sowohl McCain als auch Palin hatten Stevens daraufhin zum Rücktritt aufgefordert. Die Zeitungen Alaskas hatten zur Wahl von Begich aufgerufen.

Beim Kampf um den einzigen Sitz Alaskas im Repräsentantenhaus lag nach Angaben der Anchorage Daily News vom frühen Morgen ebenfalls der republikanische Amtsinhaber Don Young zunächst vor dem Demokraten Ethan Berkowitz.

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