US-Wahl
Die Wahl der Rekorde

Rekordbeteiligung an einer historischen Wahl: Mit einem nie dagewesenen Ansturm auf die Wahllokale stimmen die Amerikaner über ihren neuen Präsidenten ab. Schafft der in Umfragen zurückliegende John McCain doch noch das Unmögliche?

HB. NEW YORK. Die ersten Wahllokale schließen um ein Uhr deutscher Zeit. Als Favorit ging der 47-jährige Demokrat Barack Obama in die Wahl. Er hatte die Aussicht, als erster schwarzer Präsident in das Weiße Haus einzuziehen. Trotz seines Rückstandes in Meinungsumfragen zeigte sich der Republikaner John McCain, 72, aber zuversichtlich, am Ende doch den Wahlsieg zu erringen. „Ich spüre Auftrieb, und wir werden diese Wahl gewinnen“, rief der einstige Vietnam-Veteran seinen Anhängern auf einer Kundgebung noch am Wahltag in Colorado zu. Obama beschloss seinen Wahlkampf in Indiana: Er schüttelte Bürgern nach ihrer Stimmabgabe die Hände.

Mit ersten Wahlergebnissen ist nach Mitternacht deutscher Zeit gerechnet. Letzte Umfragen sahen den Senator aus Illinois am Ende des 22-monatigen Wahlkampfs im Durchschnitt mehr als sieben Prozentpunkte vor seinem republikanischen Rivalen.

Bereits um vier Uhr morgens - Stunden vor Öffnung der Wahllokale - hatten sich in manchen Städten lange Warteschlangen gebildet. In mehreren Fällen kam es zu erheblichen Verzögerungen bei der Abstimmung, weil beispielsweise falsche Wahlzettel oder Wählerlisten vorlagen. Wähler beklagten sich vielerorts auch darüber, dass es bei weitem nicht genügend Wahlautomaten gegeben habe.

Erwartet wurde eine Rekordbeteiligung von bis zu 130 Millionen Wählern: Mehr als 153 Millionen Amerikaner hatten sich als Wähler registrieren lassen und damit knapp drei Viertel aller Wahlberechtigten. An der Präsidentenwahl vor vier Jahren hatten sich rund 121 Millionen Bürger beteiligt. Schon in den vergangenen Wochen hatten fast 30 Millionen Wähler von der Möglichkeit einer frühzeitigen Stimmabgabe Gebrauch gemacht.

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