US-Wahl: Günstig abzugeben

US-Wahl
Günstig abzugeben

Die US-Wirtschaft taumelt. Immobilienkrise, Börsendurcheinander und Nullwachstum verunsichern die Bürger mehr und mehr. Wie der größte Bundesstaat Kalifornien unter der Finanzkrise leidet – und warum die Rezessionsangst eine gute Nachricht für Hillary Clinton ist.

OAKLAND. Dorothy Hicks zieht die Tischdecke glatt und faltet ihre Hände. Nun erst ist sie bereit, von ihrer persönlichen Finanzkrise zu erzählen. Davon, wie sie vor nur 15 Jahren von einem nahezu schuldenfreien Leben in ein Dasein gerutscht ist, das nur noch aus Rechnungen, Anwalts- und Bankterminen besteht - und das ihr schlaflose Nächte beschert.

Zwar hat sie die Zwangsversteigerung ihres Häuschens im Stadtteil Haven Court in Oakland noch abwenden können - bislang. Aber der Schuldenberg von 385 000 Dollar erdrückt sie fast. Das Unglück ereilte sie im Herbst ihres Lebens: Hicks ist 74 Jahre alt und verwitwet. Um zu stemmen, was nun vor ihr liegt, müsste sie eigentlich 40 Jahre jünger sein.

3 500 Dollar hat die Afro-Amerikanerin am Ende jedes Monats auf dem Konto. 2 000 Dollar werden sofort wieder abgebucht: für Hypothekenzinsen und -tilgung. Vom Rest lebt sie - und auch noch einige ihrer fünf Kinder. "Wenn das mit dem Geld so bleibt, dann komme ich gerade noch zurecht", sagt Hicks. Doch wer weiß das schon in diesen Zeiten.

Immobilienkrise, Börsendurcheinander und Nullwachstum: Die US- Wirtschaft taumelt. Dieses Mal trifft es auch das reiche Kalifornien, den "Golden State". Wer Amerikas Präsident werden will, muss in dem Riesenstaat mit seinen 37 Millionen Einwohnern punkten. Deshalb ist Kalifornien, wo am kommenden Dienstag die Vorwahlen stattfinden (siehe: Vorentscheidung), ein Labor für die Vorschläge der Kandidaten.

Vor allem das Rennen der Demokratischen Partei könnte sich hier an der US-Westküste entscheiden. Und derzeit gilt: je größer die Rezessionsangst in Kalifornien, desto besser für Hillary Clinton und desto schlechter für Barack Obama.

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