US-Wahl im Blick
Europäische Börsen tendieren uneinheitlich

Die europäischen Börsen haben Händlern zufolge aufgrund unklarer Trendvorgaben am Mittwoch uneinheitlich tendiert. Die jüngste Entscheidung des Obersten Gerichtes der USA wurde als Zeichen für ein baldiges Ende des Kampfes um die Präsidentschaft gewertet und mit Erleichterung aufgenommen, hieß es einerseits. Allerdings habe eine Gewinnwarnung des Computerherstellers Compaq die Technologiewerte belastet.

Der Nasdaq-Index hatte bereits am Dienstag unter dem Druck mehrerer Gewinnwarnungen 2,76 % auf 2931,90 Punkte nachgegeben. Der Dow Jones ging mit einem Plus von 0,4 % bei 10 768,27 Zählern aus der Sitzung. Der Nasdaq - und der S&P-Future deuteten mit einem Plus von 20 Punkten auf 2940 Zähler beziehungsweise einem Rückgang von 2,50 Punkten auf 1396,80 Zähler auf eine uneinheitliche Eröffnung der Wall Street hin. Der Stoxx-50-Index für die größten Unternehmen aus der EU und der Schweiz verlor bis gegen 14.15 Uhr 0,22 % auf 4811,06 Punkte, während der Euro-Stoxx-50-Index für die Standardwerte aus der Europäischen Währungsunion (EWU) um 0,78 % auf 4909,34 Punkte nachgab.



LONDON - Ins Plus zurückgekehrt

Die Londoner Börse ist nach einem zwischenzeitlichen Rückzug in negatives Territorium ins Plus zurückgekehrt. Der FTSE legte bis zum Mittag 0,12 % auf 6398,2 Punkte zu. Händler machten den Optimismus, dass sich der Kampf um das Weiße Haus dem Ende nähere, für den Aufschwung verantwortlich. Vor allem die Pharmawerte profitierten hiervon. Glaxo Wellcome legten um 2,97 % auf 1978 Pence zu. Der Verluste von Vodafone limitierten allerdings das Aufwärtspotenzial, so die Börsianer. Die Aktien gaben um 1,63 % auf 271-1/2 Pence nach.



ZÜRICH - Schwergewichte stützen

Die Schweizer Börse hat am Mittwoch mit Unterstützung der Index-Schwergewichte freundlich tendiert, sagten Marktteilnehmer. Der SMI stieg bis zum Mittag um 0,51 % auf 8052,40 Zähler. Ein großer Teil der Umsätze sei allerdings auf den bevorstehenden Verfallstermin am Freitag zurückzuführen, hieß es. Nach den Verlusten der vergangenen Tage erholten sich Nestle und Novartis wieder. Die Aktien stiegen um 1,61 % auf 3607 sfr beziehungsweise um 0,54 % auf 2768 sfr. Die Finanztitel konnten zwar zunächst deutlich zulegen, gaben einen Teil ihrer Gewinne aber wieder ab. UBS tendierten gegen Mittag 0,76 % fester bei 266 sfr.



PARIS - France Telecom und Alcatel belasten

In Paris präsentierte sich die Börse nach anfänglichen Gewinnen schwächer. Der CAC40 gab 0,78 % auf 6000,28 Punkte nach. Vor allem die Verluste bei France Telecom und Alcatel hätten für den Stimmungsumschwung gesorgt, berichteten Marktteilnehmer. Die Aktien verbilligten sich um 2,8 % auf 104,00 Euro beziehungsweise um 2,97 % auf 71,85 Euro. Zu den Verlierern gehörten auch STMicroelectronics , die nach einer Herabstufung 4,16 % auf 52,95 Euro abgaben.



MAILAND - Eni gegen den Trend fester

Die italienischen Aktienwerte haben im Handel am Mittwoch nur kurzfristig von den Nachrichten aus den USA profitiert, sagten Börsianer. Der Mib30 lag zuletzt 0,65 % tiefer bei 45 582 Punkten. Die Anleger warteten nun auf die Eröffnung der US-Börsen, hieß es. Gegen den Trend setzten Eni ihren Aufschwung fort und festigten sich um 1,61 % auf 6,50 Euro. Die Regierung hatte zuvor Gerüchte über den Verkauf einer fünfprozentigen Tranche an Eni dementiert. Seat gaben erneut nach und lagen 2,1 % im Minus bei 2,38 Euro.

MADRID - Warten auf Trendvorgaben

An der Börse Madrid warteten die Anleger auf neue Trendvorgaben, sagten Händler. Der Ibex tendierte gegen Mittag wenig verändert bei 9742,1 Zählern. Die näher rückende Entscheidung im Kampf um die US-Präsidentschaft habe nur kurzfristig für eine Erholung sorgen können, hieß es. Überdurchschnittlich legten Grupo Picking Pack zu, die im Januar in den Ibex aufgenommen werden sollen. Die Aktie festigte sich um 10,62 % auf 4,27 Euro.

AMSTERDAM - ASML stark unter Druck

Die niederländischen Aktienwerte haben bei geringen Umsätzen nachgegeben, berichteten Börsianer. Der AEX verlor 1,02 % auf 652,61 Punkte. Nach einer Herabstufung standen vor allem ASM Lithography unter Druck. Deren Papiere rutschten um 9,84 % auf 27,75 Euro ab. Das Schwergewicht Philips büßte nach einer Verringerung des Kursziels durch CSFB 3,63 % auf 43,85 Euro ein.



WIEN - CyberTron brechen ein

Im Mittelpunkt des Interesses an der Wiener Börse standen Marktteilnehmern zufolge Cybertron. Deren Aktien rutschten aufgrund der geplanten Anleihe bei hohen Umsätzen um 19,71 % auf 5,50 Euro ab. Der ATX legte unterdessen um 0,41 % auf 1085,10 Zähler zu. Seine Unterstützung erhielt das Börsenbarometer dabei vor allem von den Kurssteigerungen des Schwergewichts Bank Austria , die 2,54 % auf 58,45 Euro zulegten.



BRÜSSEL - Warten auf endgültiges Ende der US-Wahl

In Brüssel warteten die Anleger das endgültige Ende der US-Präsidentschaftswahl ab, sagten Händler. Der Bel20 tendierte 0,61 % im Minus bei 3018,91 Punkten. Der Sieg George W. Bushs sei zwar schon eingepreist, sollte der Republikaner jedoch offiziell zum Gewinner gekürt werden, könne es zu einer kleinen Rally kommen, vermuten Experten. Die Schwergewichte Fortis und Dexia tendierten schwächer. Die Aktien gaben um 1,3 % auf 34,14 Euro beziehungsweise um 0,99 % auf 190 Euro nach.



STOCKHOLM - Technologiewerte belasten

Die Stockholmer Börse hat Händlern zufolge aufgrund der Verluste bei Technologiewerten am Mittwoch nachgegeben. Der OMX verlor 1,39 % auf 1132,29 Zähler. Die Schwergewichte Ericsson und Nokia wurden dabei vor allem von den Nasdaq-Vorgaben belastet, hieß es. Die Aktien büßten drei skr auf 125 skr beziehungsweise 13,50 skr auf 471,50 skr ein.

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