US-Wahl im Internet
„Baracky“ boxt sich zum Sieg

Die US-Presse ist sich nur in einem Punkt einig: „Die Partei schlägt sich weiter blutig“ („New York Times“) und die demokratische Partei wird auseinander gerissen. Clinton habe durch ihre zuletzt heftigen Attacken gegen Obama an Glaubwürdigkeit verloren, resümieren sowohl „Los Angeles Times“, „Washington Post“ als auch „Wall Street Journal“. Alle Zeitungen zitieren in diesem Zusammenhang die selbe Studie, in der vier von zehn demokratischen Wähler erklären, sie hielten Clinton für „aggressiv“ und „gerissen“.

Eine „verlängerte Schlacht kann der Partei nur schaden“ schreibt die „Washington Post“ weiter. Und auch die „New York Times“ sieht die Lage der Demokaten kritisch: „Auf Gedeih und Verderb – und viele Demokraten befürchten, auf Verderb – geht das Rennen weiter.“

Auch Obama überzeuge nicht mehr auf ganzer Linie. Im Wahlkampf habe er sich zuletzt zunehmend defensiv verhalten, scheitere weiterhin an der weißen Arbeiterschicht in den großen, wichtigen Bundesstaaten, kritisieren gleich mehrere Kommentatoren und fragen: Kann Obama gegen die brutale Kampfmaschine der Republikaner bestehen?

Analysen der abgegebenen Stimmen zeigen im Nachhinein, dass Obama noch nicht in der Lage ist, seine vorwiegend gebildete und afro-amerikanische Wählerschaft auszubauen und mit weißen Arbeitern ohne Hochschulabschluss zu punkten, meint die „The New Republic“ und zieht Parallelen zur gescheiterten Präsidentschaftskampagne von George McGovern: „Die Wähler, die für Obama in Pennsylvania gestimmt haben, weisen dieselben Charakteristika auf wie die alte McGovern-Wählerschaft der 70er und 80er Jahren.“

In einer Analyse der “The New York Times” weist John Harwood ebenfalls auf die Schwächen Obamas hin: „Der Sieg für Clinton war nicht so entscheidend. Vielmehr wurden nun endlich die Wunden Punkte Obamas entdeckt.“ Darauf könne die Clinton-Kampagne aufbauen.

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