US-Wahl
McCain wirft Obama mangelnde Militärerfahrung vor

Der designierte US-Präsidentschaftsbewerber der Republikaner, John McCain, schießt sich immer stärker auf seinen wahrscheinlichen Gegner Barack Obama ein. Dass der Demokrat nicht beim Militär gedient hat, stellt der Republikaner nur allzu gerne als den persönlichen Makel seines Kontrahenten heraus.

HB WASHINGTON. McCain lasse sich in Militärfragen von dem demokratischen Senator aus Illinois keine Belehrungen gefallen, sagte McCain am Donnerstagabend nach einem Streit über ein Gesetz zu Stipendien für Militärangehörige. Obama habe „es nicht als seine Verantwortung empfunden, für sein Land die Uniform zu tragen“.

McCain war nach einem Abschluss an der Marineakademie 1967 in den Vietnam-Krieg gezogen, wo er nach einem halben Jahr als Bomberpilot abgeschossen wurde und in nordvietnamesische Kriegsgefangenschaft geriet.

Erst 1973 kam er frei und konnte in die USA zurückkehren. Es wird vermutet, dass McCain im Wahlkampf auf diese Erfahrung im Vergleich zu Obama setzen wird.

Um Bedenken über sein Alter zu zerstreuen, veröffentlichte McCain medizinische Details über seinen Gesundheitszustand. Aus Dokumenten geht hervor, dass er nach dreimaliger Hautkrebserkrankung im Anfangsstadium als geheilt gilt, ein starkes Herz hat und sich allgemein guter Gesundheit zu erfreuen scheint. Der republikanische Bewerber wird im August 72 Jahre alt.

Bei den Demokraten läuft derweil die Suche, wer an der Seite Obamas als Kandidat für das Amt des US-Vizepräsidenten antreten könnte, auch wenn das Rennen um die Kandidatur noch nicht entschieden ist.

Im Gespräch als sogenannter Running Mate sind Obamas Rivalin um die Präsidentschaftskandidatur, die New Yorker Senatorin Hillary Clinton, sowie der Gouverneur von New Mexico, Bill Richardson, der republikanische Senator und Kriegsgegner Chuck Hagel und der frühere Senator John Edwards, der sich anfangs selbst um die Präsidentschaftskandidatur bewarb und inzwischen Obama unterstützt.

Zwei der Delegierten, die Edwards seinerzeit in New Hampshire gewinnen konnte, stellten sich am Freitag hinter Obama. Nach einer aktuellen Zählung kommt Obama damit auf 1 967 Delegiertenstimmen, Clinton auf 1 780. Insgesamt 2 026 sind für die Nominierung nötig.

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