US-Wahl
Obama zieht davon

Barack Obama hat im umkämpften Ohio gewonnen - und ist seinem Ziel dadurch einen großen Schritt näher gekommen. Für John McCain ist das ein herber Rückschlag: Noch nie ist ein Republikaner ohne die Stimmen aus Ohio Präsident geworden. Aktuell führt Obama deutlich und ist kaum noch einzuholen.

NEW YORK. Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Barack Obama kommt nach Prognosen von US-Sendern seinem Ziel immer näher. Der schwarze Senator aus Illinois konnte laut ABC und Fox News die besonders umkämpften Staaten Ohio und Pennsylvania für sich entscheiden. Bei den Kongresswahlen verbuchten die Demokraten erwartungsgemäß Gewinne.

Obama führt nach Prognosen des Senders CNN bei der Zahl der Wahlmänner mit 199 zu 78 Stimmen vor dem Republikaner John McCain. Für die Wahl zum US-Präsidenten sind 270 Wahlmänner notwendig. Im besonders heftig umkämpften Florida führte Obama laut Fox News nach Auszählung von 48 Prozent der Stimmen mit 52 Prozent vor McCain, der auf 48 Prozent der Stimmen komme.

Beide Kandidaten siegten laut der Prognosen der US-Sender in ihren Hochburgen. Der schwarze Senator aus Illinois konnte sich in seinem Heimatstaat sowie Massachusetts, Connecticut, Maine, Delaware, Maryland, New Jersey, Vermont, New York, Michigan, Wisconsin, Rhode Island, Minnesota und Washington DC durchsetzen. Der republikanische Senator aus Arizona gewann laut Fox News erwartungsgemäß in Oklahoma, Arkansas, Alabama, Kentucky, Kansas, Wyoming, North Dakota, Tennessee, Georgia und West Virginia.

Zehntausende Menschen hatten sich am Dienstagabend in Chicago, dem Wohnort Obamas, im Grand Central Park versammelt, um einen Wahlsieg des Senators zu feiern. Obama hatte seinen Wahlkampf in Indiana beendet. Letzte Umfragen sahen ihn im Durchschnitt mehr als sieben Prozentpunkte vor seinem republikanischen Rivalen. McCain hatte sich noch kämpferisch gezeigt. „Ich spüre Auftrieb, und wir werden diese Wahl gewinnen“, rief der Vietnam-Veteran seinen Anhängern bei einer Kundgebung in Colorado zu.

Bei der Wahl wurde eine Rekordbeteiligung von bis zu 130 Millionen Wählern erwartet. An der Präsidentenwahl vor vier Jahren hatten sich lediglich rund 121 Millionen Bürger beteiligt. Schon in den vergangenen Wochen hatten fast 30 Millionen Wähler von der Möglichkeit einer frühzeitigen Stimmabgabe Gebrauch gemacht.

In den USA wird der Präsident nicht direkt, sondern durch ein Wahlmännergremium gewählt, das sich aus Vertretern der einzelnen Bundesstaaten zusammensetzt. Diese stimmen traditionell entsprechend dem Ergebnis in ihren Staaten. Der Gewinner eines Bundesstaates erhält jeweils alle zu vergebenden Wahlmännerstimmen. Die Wahlmänner stimmen am 15. Dezember ab, der neue Präsident wird schließlich am 20. Januar ins Amt eingeführt.

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