US-Wahl
Tag der Entscheidung: Wer folgt auf Bush?

John McCain oder Barack Obama, Republikaner oder Demokrat, Vietnam-Veteran oder Newcomer – die Schlacht um das Weiße Haus wird heute entschieden. Den Auftakt machten zwei Dörfer in New Hampshire, wo die Wahllokale schon um Mitternacht öffneten. Ein Ergebnis steht schon fest: Obama eroberte eine Republikaner-Hochburg.

HB WASHINGTON. In den USA hat am Dienstag die Präsidentschaftswahl begonnen. Den Auftakt machten zwei Dörfer im Nordosten des Landes, wo die Wahllokale schon um Mitternacht öffneten. Ob der demokratische Kandidat Barack Obama wie von den Demoskopen erwartet die Wahl gewinnt oder ob sein republikanischer Rivale John McCain doch noch siegt, steht erst in der Nacht zum Mittwoch fest.

Das erste Ergebnis wurde in Dixville Notch in New Hampshire bekanntgegeben: 15 Stimmen entfielen dort auf Obama, sechs auf McCain. Seit 40 Jahren hatten dort immer die Republikaner gesiegt. Vor vier Jahren hatte dort noch der republikanische Amtsinhaber George W. Bush gewonnen. Die Einwohner von Dixville Notch pflegen zusammen mit der Gemeinde Hart's Location die Tradition, als erste zu wählen.

Allerdings haben diesmal auch 29 Mio. Bürger in 30 der 50 US-Staaten die Möglichkeit genutzt, schon vor Öffnung der Wahllokale am Dienstag ihre Stimme abzugeben. Die hohe Beteiligung an diesem „Early Voting“ wurde als Vorteil für Obama betrachtet. Wahlberechtigt waren am Dienstag insgesamt 213 Mio. Bürger.

Nach einer letzten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Gallup für die Zeitung „USA Today“ wollen 53 Prozent der Befragten den demokratischen Kandidaten Barack Obama als neuen Präsidenten, 42 Prozent sind für den Republikaner John McCain. In anderen Umfragen betrug der Vorsprung für Obama aber lediglich sieben bis acht Prozentpunkte. Nach jüngsten Umfragen der Universität Quinnipiac führt Obama in den beiden als möglicherweise entscheiden betrachteten Staaten Ohio und Pennsylvania, während sich in Florida ein Kopf-an-Kopf-Rennen abzeichnet.

Gewählt werden am Dienstag 538 Wahlmänner in den 50 einzelnen Staaten sowie im Hauptstadtbezirk Washington D.C. Derjenige Kandidat, der in einem Staat die meisten Stimmen bekommt, erhält alle Wahlmännerstimmen dieses Staates. Sobald ein Kandidat mindestens 270 Wahlmännerstimmen gesammelt hat, ist die Wahl entschieden.

Wenige Stunden vor Öffnung der Wahllokale in den USA kämpften Obama und McCain noch um jede Stimme. Dabei beschränkte sich Obama auf Kundgebungen in drei US-Staaten, in denen vor vier Jahren die Republikaner von Präsident George W. Bush gewannen. Deren Kandidat McCain eilte am letzten Tag des Wahlkampfs durch sieben bis zuletzt besonders umkämpfte Staaten.

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