US-Wahl
Wirtschaft setzt auf Obama

Die Spitzenmanager in Deutschland sprechen sich eindeutig für Barack Obama als amerikanischen Präsidenten aus. Auf die Frage, wer der bessere Präsident für die USA wäre, nannten 88 Prozent der Führungskräfte den Demokraten Barack Obama. Den Republikaner John McCain halten dagegen gerade einmal fünf Prozent für den besseren Präsidenten.

FRANKFURT/WASHINGTON. Die Spitzenmanager in Deutschland sprechen sich eindeutig für Barack Obama als amerikanischen Präsidenten aus. Das geht aus einer Umfrage im Auftrag des Handelsblatts und der Unternehmensberatung Droege & Comp. unter knapp 450 Spitzenmanagern in Deutschland hervor. Sie wurden vergangene Woche von dem Marktforschungsinstitut Psephos telefonisch befragt.

Entscheidet Obama die Wahl am kommenden Dienstag für sich, wäre es das erste Mal in der US-Geschichte, dass ein Schwarzer ins Weiße Haus einzieht. Der Demokrat geht mit einem deutlichen Vorsprung in das Rennen. In den landesweiten Umfragen liegt er zwischen sechs und zehn Prozentpunkten vor McCain. CNN, das einen Durchschnitt der wichtigsten Umfragen berechnet, sieht Obama derzeit bei 50 Prozent. McCain kommt auf 44 Prozent. Noch deutlicher ist der Abstand auf der Ebene der einzelnen Bundesstaaten, die über den Umweg der Wahlmänner den nächsten Präsidenten bestimmen. Hier kann Obama laut CNN mit 291 Wahlmännern rechnen, McCain mit 160. 270 Wahlmänner reichen zum Sieg.

In sechs Bundesstaaten mit 87 Wahlmännern ist das Rennen noch offen. Darunter befinden sich auch die Schwergewichte Ohio und Florida, wo Obama knapp in Führung liegt. McCain muss alle diese Staaten gewinnen und zusätzlich Pennsylvania erobern. Dort hatte Obama vor zwei Wochen noch zweistellig vorne gelegen, inzwischen ist McCain bis auf sieben Prozentpunkte herangekommen.

In Deutschland gehen 93 Prozent der Spitzenmanager davon aus, dass der Wahlsieger Obama heißen wird. Nur fünf Prozent erwarten, dass McCain siegt. Von einem möglichen Wechsel eines Demokraten in das Weiße Haus versprechen sich 65 Prozent der Spitzenmanager bessere Beziehungen zwischen Europa und den USA.

Auch bei der Bewältigung der Finanzkrise setzt die deutsche Wirtschaftselite auf Obama. Zwei Drittel der Befragten trauen dem Demokraten die bessere Krisenbewältigung und auch insgesamt eine bessere Wirtschafts- und Finanzpolitik zu. McCain halten auch in dieser Frage dagegen nur zwölf Prozent für den besseren Kandidaten.

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