US-Wahlausgang spielt kaum eine Rolle
Neuer Markt nach US-Vorgaben auf Talfahrt

Die Aktien am Neuen Markt präsentierten sich am Mittag deutlich leichter. Der Markt könne dem Druck aus den USA nichts entgegensetzen, so die Händler.

Reuters FRANKFURT. Der Frankfurter Neue Markt präsentierte sich nach den schlechten US-Vorgaben vom vergangenen Freitag zum Wochenauftakt deutlich leichter. Der unsichere Wahlausgang bei den Präsidentschaftswahlen spielt Händlern zufolge jedoch kaum eine Rolle. Der alle Werte des Wachstumssegments umfassende Nemax-All-Share lag bis gegen 13.20 Uhr MESZ 6,5 % im Minus bei 3588,63 Punkten und der Blue-Chip-Index Nemax-50 tendierte 7,1 % schwächer bei 3776,97 Zählern. Die Nasdaq hatte am Freitag 5,4 % auf 3028,99 Punkten eingebüßt. Der Nasdaq-100-Future deutet mit einem Minus von 75 Punkten auf 2819 Zähler auf eine deutlich leichtere Eröffnung in New York hin.

Die Situation sei "grausam", resümierte ein Frankfurter Börsianer. Der Markt könne dem Druck aus den USA nichts entgegensetzen. Auch charttechnisch stünden die Zeichen auf Verlust. Für den Tagesverlauf müsse sogar mit weiteren Einbußen gerechnet werden, ergänzte sein Münchener Kollege. Schließlich lägen die amerikanischen Index-Futures deutlich im Minus.

Der Neue Markt befinde sich augenblicklich in einer längeren Abschwungphase, hieß es weiter. Selbst eine Erholgung des Nasdaq könne diesen Trend nur kurzzeitig unterbrechen. Für eine dauerhafte Trendwende sei eine vorangehende Bodenbildung notwendig, die derzeit aber noch nicht absehbar sei.

Mit Blick auf die bevorstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank im Laufe der Woche sagte ein Broker, eine Zinssenkung könne den Markt nur kurzfristig entlasten. Ernsthaft glaube allerdings niemand an einen derartigen Schritt der Federal Reserve. Es bestehe vielmehr die Gefahr einer Verschärfung, wenn der Zinssatz beibehalten und diese Entscheidung mit einem Kommentar, der mögliche weitere Anhebungen andeutet, ergänzt werde.

Mit Abstand die größten Gewinne verbuchten Fortunecity.com , die am Morgen Neunmonatszahlen bekannt gegeben hatten. Die Aktie sprang 55 % in die Höhe auf 2,48 Euro. Maxdata zogen im Rahmen des Starts des Rückkaufs eigener Aktien 7,7 % auf 9,80 Euro an.

Die Liste der Verlierer wurde von Atoss angeführt. Der Software-Hersteller hatte am vergangenen Freitag nach Börsenschluss seine Planzahlen für das Gesamtjahr gesenkt und verlor am Montag 45,3 % auf 17,00 Euro.



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