US-Wahlkampf
Elton John sammelt 2,5 Millionen Dollar für Clinton

Eigentlich steht Hillary Clinton auf die Rolling Stones. Doch in Zeiten knapper Wahlkampfkassen, lässt sich sie auch gerne von Elton John unter die Arme greifen. Ein Wohltätigkeitskonzert des britischen Popsänger brachte ihr 2,5 Millionen Dollar ein. Doch das löst Clintons Probleme noch lange nicht.

HB NEW YORK. Der britische Popsänger Elton John hat mit einem Benefizkonzert in der New Yorker Radio City Music Hall 2,5 Millionen Dollar an Wahlkampfhilfe für die demokratische US-Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton gesammelt. Die Karten für das Konzert kosteten zwischen 125 und 2300 Dollar.

„Ich war schon immer Hillarys Fan“, sagte der Sänger. „Niemand ist besser qualifiziert, Amerika zu führen.“ Er sei erstaunt von der „frauenfeindlichen Einstellung von einigen Menschen in diesem Land“, sagte er dem Publikum. „Ich sage: Zur Hölle mit denen. Ich liebe dich, Hillary.“

Den Geldsegen kann Clinton gut gebrauchen. US-Medien hatten berichtet, Clinton stecke in heftigen Wahlkampf-Geldnöten. Aus Unterlagen der Bundeswahlkommission gehe hervor, dass sie Ende Februar Schulden in Höhe von 8,7 Millionen Dollar (etwa 5,5 Millionen Euro) hatte.

Gegen die Kleinspender ihres innerparteilichen Konkurrenten Barack Obama kommt Clinton nicht an. Obama hat im März gut 40 Millionen Dollar (25,5 Millionen Euro) an Spenden eingenommen - doppelt so viel wie seine Parteirivalin Hillary Clinton.

Obama hat seit Januar 2007 eigenen Angaben zufolge rund 240 Millionen Dollar an Spenden eingenommen. Besonderen Anteil daran haben Kleinspenden. Hillary Clinton konnte bisher insgesamt 173 Millionen Dollar an Wahlkampfspenden sammeln. Davon sind jedoch 22 Millionen Dollar nur für einen Wahlkampf um die Präsidentschaft vorgesehen und haben als Voraussetzung, dass die Partei die Senatorin aus New York auf dem Parteitag Ende August in Denver als Kandidatin nominiert.

Bei den Demokraten geht der Kampf um die Nominierung am 22. April im Bundesstaat Pennsylvania in die nächste Runde. In Umfragen liegt Clinton nur noch knapp vor Obama.

Der republikanische Präsidentschaftskandidat, Senator John McCain, nahm bisher deutlich weniger als die demokratischen Bewerber ein. Der 71-Jährige aus Arizona habe im Februar allerdings knapp 60 Millionen Dollar erhalten, meldete die Bundeswahl-Kommission. McCain steht schon als Kandidat seiner Partei fest, die Nominierung auf dem Parteitag im September gilt als reine Formsache.

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