US-Wahlkampf
Hamas-Diskussion: Obama-Berater zieht sich zurück

Der informelle Nahost-Berater Barack Obamas hat sich nach einer Diskussion um seine Kontakte zur radikalislamischen Hamas aus dem Wahlkampfteam des Senators zurückgezogen. Damit soll vor allem einer Kampagne des repubikanischen Gegenkandidaten John McCain der Wind aus den Segeln genommen werden.

HB WASHINGTON. Nach Berichten über seine Kontakte zur radikalislamischen Hamas hat sich ein Berater von Barack Obama aus der Kampagne um dessen Präsidentschaftskandidatur zurückgezogen. Er halte es für das Beste, wenn er nicht mehr mit Obamas Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten in Verbindung gebracht werde, sagte Obamas informeller Nahost-Berater Robert Malley am Freitag dem US-Fernsehsender NBC. Seine Arbeit bei der regierungsunabhängigen Organisation International Crisis Group bringe es mit sich, dass er mit allen möglichen „angenehmen und unangenehmen Menschen“ treffe und über deren Ansichten berichte, sagte Malley. Er habe niemals verschwiegen, wer seine Gesprächspartner seien.

Mit dem Schritt reagierte Malley auf Nachfragen der Londoner Zeitung „The Times“ zu seinen Hamas-Kontakten. Seine Kontakte könnten zu sehr von den eigentlichen Inhalten der Obama-Kampagne „ablenken“, sagte er NBC. Er wies darauf hin, dass der republikanische Bewerber John McCain bereits versuche, daraus Profit zu schlagen. Obamas Sprecher Ben LaBolt sah sich am Freitag zu dem Hinweis genötigt, dass Malley niemals Teil von Obamas Wahlkampfteam gewesen sei. Obwohl Barack Obama die Hamas als „Terrororganisation“ einstuft, versucht McCain seit einigen Wochen, den jungen Senator als Favoriten der islamistischen Palästinenserbewegung hinzustellen. Nach jüngsten Meinungsumfragen ist jeder siebte US-Bürger davon überzeugt, dass der schwarze Senator muslimischen Glaubens ist.

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