US-Wahlkampf
TV-Duell: McCain tritt doch an

Der Republikaner John McCain nimmt nun doch an der ersten Fernsehdebatte mit seinem demokratischen Rivalen Barack Obama teil. Bei den Kongress-Verhandlungen über einen Rettungsplan gegen die Finanzkrise seien ausreichend Fortschritte erzielt worden, sagte ein Sprecher McCains am Freitag wenige Stunden vor dem Treffen im Bundesstaat Mississippi.

HB WASHINGTON. McCain hatte am Mittwoch seine Teilnahme mit Hinweis auf die Krise kurzfristig abgesagt, während Obama auf den Termin für die erste Auseinandersetzung gepocht hatte.

Die Debatte findet in der Nacht zum Samstag (MESZ) statt und sollte ursprünglich die Außen- und Sicherheitspolitik zum Thema haben. Es wurde jedoch erwartet, dass auch Fragen zur Finanzkrise gestellt werden würden. Das erste Fernsehduell der Wahl 2004 zwischen John Kerry und George W. Bush lockte 62 Millionen Zuschauer vor den Bildschirm.

Die Debatten haben in diesem Wahljahr eine besondere Bedeutung, denn die Medienlandschaft in den USA ist in den vergangenen Jahren zersplittert. Experten sehen zudem eine schwindende Bedeutung der Leitmedien wie große Zeitungen, denen Leser verloren gehen.

Zugleich sind durch das Internet neue Formen der Wahlwerbung entstanden. Nur bei den Debatten im Fernsehen können die Kandidaten noch die ungeteilte und ungefilterte Aufmerksamkeit des Wählers auf sich ziehen.

„Es gibt einfach so viel Zeug“, klagte jüngst Matthew Dowd, der Chefstratege von George W. Bush bei der Wahl 2004. „Die durchschnittliche Person hat 90 Fernsehkanäle“, sagte er dem „International Harald Tribune“. Die Bürger hätten Zugang zum Internet und jeder bekomme eine Zeitung.

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