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US-Wirtschaft verliert im zweiten Quartal wie erwartet an Schwung

Die US-Wirtschaft hat im zweiten Quartal wie erwartet deutlich an Schwung eingebüßt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei von April bis Juni auf das Jahr hochgerechnet um revidierte 2,8 % gestiegen, teilte die US-Regierung am Freitag in Washington mit. Damit war das Wachstum etwas schwächer als zunächst mit 3,0 % veranschlagt. Nach einem Rekordhandelsbilanzdefizit hatten die von CBS Marketwatch befragten Volkswirte im Durchschnitt diese Revision erwartet.

dpa-afx WASHINGTON. Die US-Wirtschaft hat im zweiten Quartal wie erwartet deutlich an Schwung eingebüßt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sei von April bis Juni auf das Jahr hochgerechnet um revidierte 2,8 % gestiegen, teilte die US-Regierung am Freitag in Washington mit. Damit war das Wachstum etwas schwächer als zunächst mit 3,0 % veranschlagt. Nach einem Rekordhandelsbilanzdefizit hatten die von CBS Marketwatch befragten Volkswirte im Durchschnitt diese Revision erwartet.

Das Wachstum im zweiten Quartal ist der schwächste Anstieg seit dem ersten Quartal 2003. Im ersten Quartal 2004 war die amerikanische Wirtschaft noch um 4,5 % gewachsen. Insgesamt hat sich durch die Revision das Gesamtbild der US-Wirtschaft aber kaum verändert. Das Handelsbilanzdefizit fiel größer aus als zunächst angenommen. Die Konsumausgaben, die Investitionen und die Lagerbestände wurden jedoch nach oben revidiert. Der Preisindex PCE stieg um 3,2 %, während sich die Kernrate (ohne Lebensmittel und Energie) um 1,7 % erhöhte.

Keine Klarheit

Die Abwärtsrevision des US-Wirtschaftswachstums im zweiten Quartal hat nach Einschätzung der Commerzbank keine Klarheit über den künftigen Kurs der US-Wirtschaft geliefert. Die Daten geben keinen Aufschluss auf die Frage, ob es sich nur um eine temporäre Abschwächung handele oder diese dauerhaft sei, heißt es in einer Studie. Das Konjunkturbild erscheine nach den Daten aber "geringfügig positiver". Gleichwohl habe die US-Wirtschaft im Frühjahr deutlich an Schwung verloren. Dies hält die Commerzbank aber nur für eine vorübergehende Erscheinung.

Auch die Deutsche Bank erwartet in der zweiten Jahreshälfte wieder Wachstumsraten von mehr als 4 %. Die nun veröffentlichten Daten böten aber keinen Hinweis auf die kommende Entwicklung. Die weiter steigenden Unternehmensgewinne seien aber eine gute Basis für ein weiter kräftiges Wachstum.

Konsumklima Deutlich Nach Oben Revidiert

Unterdessen hat sich die Stimmung der Konsumenten im August dem Konsumklimaindex der Universität Michigan zufolge nicht so stark eingetrübt wie ursprünglich gemeldet. Der Index sei auf 95,9 Punkte gesunken, erfuhr die Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX am Freitag. In einer ersten Schätzung waren 94,0 Punkte nach 96,7 Punkten im Juli ermittelt worden. Von CBS Marketwatch befragte Experten hatten im Durchschnitt nur eine leichte Aufwärtsrevision auf 94,2 Punkte erwartet.

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