USA
Eine Nation aus Gewalt geboren

Ex-Präsident Jimmy Carter hat einen Roman über die Entstehung Amerikas geschrieben

Die Vokabel "Nation building" hat Konjunktur. Der Balkan, Afghanistan, Irak liefern Stichworte. Auch Jimmy Carter widmet sich dem Thema mit all dessen makaberen Facetten: Gewalt, Tod, Intrigen, Macht. Es geht um das Werden Amerikas.

Mit dem Roman "Die Rebellen" räumt der frühere US-Präsident gründlich auf mit der von vielen seiner Landsleute gepflegten Glorifizierung der frühen amerikanischen Geschichte, mit der bis heute überlieferten Mär, Amerika habe unter Wahrung von Keuschheit und Unschuld zu einer Nation gefunden. Und indem er die Form des Romans wählte, verzichtet er dennoch darauf, moralistisch mahnend, als Oberlehrer besser wissend den Finger zu heben.

Der Roman, der in die Jahre zwischen 1763 und 1785 führt, handelt von viel Blut, vielen Tränen. Carter schreibt über das Schicksal des jungen Farmers Ethan Pratt und dessen Frau Epsey, die sich in Georgia ansiedeln. Sie wollen nichts anderes, als sich dort eine Existenz aufbauen, ein einfaches Leben führen - unpolitisch, ehrbar, gottgefällig. Doch sie können keinen Frieden finden: Der Befreiungskrieg gegen die britische Krone durchkreuzt ihre Pläne. In ihrer Heimat lodern die Flammen. Sie geraten zwischen die Fronten. Mehr noch: Ethan Pratt sieht sich gezwungen, Farbe zu bekennen, Flagge zu zeigen, politisch zu denken.

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