USA erklären Saddams Sturz zum Ziel
Berlin streitet über Angriff gegen Irak

Zwischen Bundesregierung und Union ist ein heftiger Streit über die deutsche Haltung zu einem möglichen US-Angriff auf den Irak entbrannt.

HB BERLIN. CDU-Präsidiumsmitglied Wolfgang Schäuble warf Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) vor, er schade Bemühungen, den Druck auf den irakischen Präsidenten Saddam Hussein aufrechtzuerhalten. Schäuble schloss eine Beteiligung Deutschlands an einem Angriff auf den Irak nicht aus.

Schröder und Außenminister Joschka Fischer (Grüne) hatten am Wochenende deutlich vor einer Militäraktion gewarnt und eine deutsche Beteiligung abgelehnt. Er könne nur vor entsprechenden Überlegungen warnen, sagte Schröder auf einer SPD-Wahlkampfkundgebung in Hannover. Unionskanzlerkandidat Edmund Stoiber warf Schröder vor, er wolle mit der Betonung der Außen- und Sicherheitspolitik von innenpolitischen Problemen ablenken. Er sagte zu einer Beteiligung der Bundeswehr an einem Angriff auf den Irak: "Deutschland ist gut beraten, große Vorsicht und Zurückhaltung zu üben."

Die USA erklärten am Wochenende unmissverständlich, dass ihr Ziel nicht die Wiederzulassung von Waffeninspekteuren, sondern Saddams Sturz ist. Der Irak hatte zuvor überraschend den Leiter der Uno-Waffeninspekteure, Hans Blix, nach Bagdad eingeladen.

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