USA lehnten Petition zur Aufhebung des Todesurteils ab
Fox sagt nach Hinrichtung eines Mexikaners Texas-Reise ab

Regierungssprecher Rodolfo Elizondo teilte mit, die mexikanische Regierung wolle damit dazu beitragen, die Achtung vor internationalen Normen, die in diesem Falle nicht respektiert wurden, zu stärken.

HB MEXIKO-STADT/HUNTSVILLE. Der 33-Jährige Suárez Medina war am Mittwoch wegen der Ermordung eines Zivilbeamten der örtlichen Drogenpolizei im Jahre 1988 im Staatsgefängnis von Huntsville kurz nach 18 Uhr (01.00 Uhr MESZ am Donnerstag) durch Giftinjektion hingerichtet worden.

Wie auch bei früheren Exekutionen mexikanischer Staatsbürger in Texas hat der Fall Suárez zu Spannungen zwischen Mexiko und den USA geführt. Schon vor der Hinrichtung hatte die mexikanische Regierung der texanischen Justiz vorgeworfen, gegen internationales Recht verstoßen zu haben. Suárez sei bei seiner Festnahme nicht darauf hingewiesen worden, dass er das Recht auf Beistand durch das mexikanische Konsulat habe. Dies ist in der Wiener Konvention über Konsularbeziehungen festgelegt. In der zivilen Justiz Mexikos gibt es außerdem keine Todesstrafe.

Noch am Mittwoch hatte Mexiko an das Oberste Gericht in Washington appelliert, das Todesurteil aufzuheben. Doch die Obersten Bundesrichter der USA lehnten die Petition ab. Der mexikanische Präsident Fox hatte zuvor den texanischen Gouverneur Rick Perry per Brief und in einem Telefongespräch um Einlenken im Fall Suárez gebeten. Doch Perry lehnte es ab, die Exekution um 30 Tage aufzuschieben. Bereits am Dienstag hatte der Begnadigungsausschuss von Texas mit 17:0 Stimmen gegen eine Umwandlung des Todesurteils in lebenslänglich votiert.

In Texas warten derzeit 17 verurteilte Mörder aus Mexiko auf ihre Hinrichtung. Die Exekution von Suárez war die 21. seit Jahresbeginn in diesem Bundesstaat und die dritte in diesem Monat.

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