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USA mit robustem Wachstum in Q3 - Anzeichen für nachlassende Dynamik

Trotz eines überraschend robusten Wachstums der US-Wirtschaft im dritten Quartal mehren sich die Anzeichen einer nachlassenden Dynamik.

dpa-afx WASHINGTON. Trotz eines überraschend robusten Wachstums der US-Wirtschaft im dritten Quartal mehren sich die Anzeichen einer nachlassenden Dynamik. Während das Wachstum im dritten Quartal stärker als zunächst ermittelt ausgefallen ist, trübte sich das Verbrauchervertrauen im November überraschend den vierten Monat in Folge ein. Gleichzeitig sank der Einkaufsmanagerindex der Region Chicago.

Auf das Jahr hochgerechnet wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der größten Volkswirtschaft der Welt zwischen Juli und September einer zweiten Veröffentlichung zufolge um 3,9 Prozent. In seiner Erstschätzung hatte das Handelsministerium mit 3,7 Prozent noch ein etwas geringeres Wachstum ermittelt. Von AFX News befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt eine Revision auf 3,8 Prozent erwartet. Im zweiten Quartal war die US-Wirtschaft noch um 3,3 Prozent gewachsen. Grund der Revision waren höhere Exporte, Konsumausgaben und Investitionen.

Der Preisdruck in den USA bleibt unterdessen weiter gering. So ist die Kernrate des Verbraucherpreisindex (PCE) im dritten Quartal wie bereits in der Erstschätzung ermittelt nur um 0,7 Prozent gestiegen. Dies ist die niedrigste Kerninflationsrate seit 42 Jahren.

Energiepreise Versetzen Verbrauchervertrauen Dämpfer

Unterdessen haben die hohen Energiepreise und die Sorgen um den Arbeitsplatz die Zuversicht der amerikanischen Verbraucher gedämpft. So ging das US-Verbrauchervertrauen im November überraschend weiter zurück. Der vom privaten Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board ermittelte Index für die Konsumstimmung sank von revidiert 92,9 Punkten im Vormonat auf 90,5 Zähler. Von der Nachrichtenagentur AFX News befragte Volkswirte hatten hingegen im Durchschnitt einen Anstieg auf 95,7 Punkte erwartet.

Dem Institut zufolge sank das Vertrauen insbesondere in den Bevölkerungsgruppen mit niedrigeren Einkommen, die besonders stark von den hohen Energiekosten betroffen sind.

Chicago-Einkaufsmanagerindex Gesunken

Auch unter den Einkaufsmanagern der Region Chicago trübte sich die Stimmung im November ebenfalls ein. Der Einkaufsmanagerindex ging von 68,5 Punkten im Vormonat auf 65,2 Punkte zurück. Von AFX News befragte Volkswirte hatten im Durchschnitt mit 62,8 Punkte und damit noch einen deutlicheren Rückgang erwartet.

Indexstände über 50 Punkten signalisieren eine wirtschaftliche Belebung, während Werte darunter auf einen Rückgang hinweisen. Der Chicago-Index gilt als zuverlässiger Indikator für den nationalen Einkaufsmanagerindex ISM, der an diesem Mittwoch veröffentlicht wird.

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