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USA setzen Vermittlungsbemühungen im Nahen Osten fort

Die USA setzen am Montag ihre Bemühungen um ein Ende der Gewalt im Nahen Osten fort. Der amerikanische Sondergesandte William Burns will hierzu erneut mit Palästinenserpräsident Jassir Arafat und dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon zusammenkommen.

rtr JERUSALEM. Burns hatte bei einem ersten Treffen am Sonntag die beiden zur Einhaltung einer Waffenruhe aufgefordert. Die Gewalt hatte auch am Sonntag angehalten. In Jerusalem explodierten innerhalb weniger Stunden zwei Autobomben. Neun Menschen wurden dabei nach Polizeiangaben verletzt. Zu den Anschlägen bekannten sich zwei radikale Palästinensergruppen. In Tulkarm wurde am Abend 60-jähriger Palästinenser erschossen, der der Kollaboration mit Israel verdächtigt wurde.

Der israelische Regierungssprecher hatte nach der ersten Gesprächsrunde von Burns gesagt: "Man sollte über die Tatsache, dass dieser Prozess begonnen hat, ermutigt sein." Burns selbst sagte nach dem Gespräch mit Arafat in Ramallah unter Hinweis auf die neuerlichen Anschläge, er habe Arafat gedrängt, "alles Mögliche zu tun, damit solche Angriffe aufhören". US-Präsident George W. Bush hatte nach seinem Amtsantritt im Januar zunächst eine zurückhaltendere Nahost-Politik als sein Vorgänger Bill Clinton betrieben, unter dem Eindruck der eskalierenden Gewalt in den Palästinensergebieten jedoch ein stärkeres Engagement angekündigt.

Für Montag wurde nach Angaben von Mitarbeitern Burns ein weiteres Treffen mit Arafat anberaumt. Wahrscheinlich werde am Abend auch ein zweites Gespräch mit Scharon geführt werden, hieß es. Der israelische Ministerpräsident hatte in der vergangenen Woche die Palästinenser zu einer Feuerpause aufgefordert, um der Gewalt in den Palästinenser-Gebieten ein Ende zu bereiten und die Empfehlungen einer internationalen Untersuchungskommission umsetzen zu können. Die Palästinenser hatten die Aufforderung Scharons jedoch als Propaganda-Trick bezeichnet.

Israels Verteidigungsminister Binjamin Ben-Elieser sagte, er habe den Palästinensern vorgeschlagen, die gemeinsamen Gespräche zu Sicherheitsfragen wieder aufzunehmen. Diese hatten zuletzt vor einem Monat stattgefunden. Aus Palästinenserkreisen verlautete, Arafat habe den Gesprächen prinzipiell zugestimmt. Allerdings müssten noch strittige Fragen über den Zeitpunkt und die Teilnehmer an den Gesprächen geklärt werden.

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