USA stellt 1 Mrd. $ zur Hilfe bereit
Kolumbien meldet Erfolge im Kampf gegen Kokain-Herstellung

Im Kampf gegen die Kokain-Produktion haben Polizei und Armee des Hauptproduzenten Kolumbien nach offiziellen Angaben in diesem Jahr bereits soviele Koka-Pflanzen vernichtet, dass daraus 221 Tonnen des Rauschgiftes hätten hergestellt werden können.

Reuters BOGOTA. Polizei-General Gustavo Socha sagte am Donnerstag in Bogata, 38 146 Hektar Anbaufläche seien von Januar bis April verwüstet worden, mehr als die Hälfte des gesamten Vorjahresergebnisses. Wie groß die Koka-Anbaufläche in diesem Jahr insgesamt sein könnte, wollte Socha nicht sagen. Bei 136 200 Hektar Fläche im vergangenen Jahr würden die jetzt verwüsteten Koka-Felder 28 Prozent ausmachen. Nach Erkenntnissen der amerikanischen Drogenbehörde DEA wurde die Anbaufläche in Kolumbien im vergangenen Jahr um elf Prozent ausgeweitet.

Präsident Andres Pastrana hat mit amerikanischer Hilfe den Kampf gegen die Kokain-Produktion drastisch verstärkt. Die USA haben ein Interesse daran, die Versorgung ihrer Drogenszene zu stoppen. Sie haben 1 Mrd. $ (über 2 Mrd. DM), Hubschrauber und Ausbilder bereit gestellt für Pastranas "Kolumbien-Plan". Pastrana will mit den Einsätzen die Bürgerkriegsparteien von ihren Geldquellen abschneiden, deren sie sich seit 37 Jahren bedienen.

Anfang der Woche verwickelte eine Elite-Einheit des kolumbianischen Heeres in der Provinz Putumayo die größte Bürgerkriegsarmee, die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC), in Gefechte. Neun FARC-Mitglieder wurden getötet. Das eigens für solche Einsätze ausgebildete Batallion 1 verlor einen Mann. In Putumayo wird etwa die Hälfte des kolumbianischen Kokains produziert. Der FARC stehen rechtsradikale Gruppen gegenüber.

Der mutmaßlich größte Rauschgifthändler Brasiliens, Luis Fernando da Costa, ist am vergangenen Wochenende in Kolumbien gefasst worden. Nach Militärangaben gestand er, der marxistischen FARC in großem Umfang Kokain abgekauft zu haben.

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