USA triumphiert zwei Mal
4 x 400-m: Deutsche Männer mit Schultz Letzter

dpa EDMONTON. Sechs Tage nach seinem Silber-Sprint hat Ingo Schultz die Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Edmonton als Hinterherläufer beendet. Mit der deutschen vier x 400-m-Staffel wurde der für die LG Olympia Dortmund startende Hamburger am Sonntag im Endlauf Achter und Letzter. «Das ist ein kleiner Dämpfer zum Schluss, aber darüber kann man hinweg sehen», meinte Schultz. Als Schlussläufer konnte er den Rückstand von Marc Alexander Scheer (Leverkusen), Ruwen Faller (Fürth/München) und seines Clubkollegen Lars Figura nicht mehr wettmachen.

Gold gewannen zum fünften Mal in Folge die Amerikaner in der Weltjahresbestzeit von 2:57,54 Minuten vor den Bahamas mit 400-m-Weltmeister Avard Moncur (2:58,19) und Jamaika (2:58,39). Das DLV-Quartett (3:03,52) verpatzte bereits den ersten Wechsel und am Ende musste Schultz den siebtplatzierten Spaniern weit hinterherlaufen. «Da drückt man schon, aber man kommt nicht richtig näher. Und wenn, dann merkt man es nicht», sagte der Shootingstar. «Ich habe rausgeholt, was ging. Aber der Abstand war zu groß.»

Schultz verabschiedete sich erst einmal nach New England/USA in den Urlaub. Danach will der Elektrotechnikstudent mit seiner Doktorarbeit anfangen. Trainingsstart ist erst wieder im November, die Hallen-Saison möchte Schultz auslassen. Für die EM nächstes Jahr in München hat er sich eine Medaille vorgenommen: «Aber ich kann nichts versprechen.»

Mit dem Erreichen des Endlaufs hatte die deutsche Staffel der Viertelmeiler ihr Soll erfüllt. Das Sprint-Quartett um den deutschen Meister Tim Goebel war nicht so weit gekommen und im Vorlauf wegen eines verpatzten Wechsels disqualifiziert worden. Zum sechsten Mal bei einer WM triumphierte über vier x 100 die USA ohne den angeschlagenen Weltrekordler Maurice Greene und mit Vize-Weltmeister Tim Montgomery als Schlussläufer. Ihr Sieg in 37,96 Sekunden vor Südafrika (38,47) sowie Trinidad und Tobago (38,58) hatte jedoch einen schalen Nachgeschmack: Im Vorlauf war das Quartett zunächst disqualifiziert worden, weil Jon Drummond die Bahn verlassen hatte. Der Gegenprotest der Amerikaner hatte jedoch Erfolg.

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