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USA und Nordkorea nähern sich weiter an - Albright bei Kim Jong Il

Als erstes hochrangiges US-Regierungsmitglied seit dem Korea-Krieg vor 50 Jahren reiste US- Außenministerin Albright nach Pjöngjang und traf den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Il.

dpa PJÖNGJANG/SEOUL/TOKIO. Die Entwicklung der Beziehungen zwischen den USA und dem kommunistischen Nordkorea haben am Montag deutlich an Dynamik gewonnen. Als erstes hochrangiges US- Regierungsmitglied seit dem Korea-Krieg vor 50 Jahren reiste US- Außenministerin Madeleine Albright nach Pjöngjang und traf umgehend den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Il. Kim nannte den Verlauf der Gespräche nach Angaben japanischer Medien "reibungslos".

Albright will sich vor Ort ein klareres Bild von der Absicht der politischen Führung in Pjöngjang verschaffen, das bisher isolierte Land weiter zu öffnen. Ausreichende Zugeständnisse bei den nordkoreanischen Raketen- und Nuklearprogrammen und seiner Haltung zum internationalen Terrorismus könnten den Weg für den Besuch von US-Präsident Bill Clinton in Pjöngjang Mitte November ebnen.

Nordkorea sei möglicherweise bereit, einen "wichtigen Schritt" zur Verbesserung seiner Beziehungen zu Washington zu unternehmen, zitierte Yonhap einen US-Regierungsvertreter, der Albright nach Pjöngjang begleitete. Doch würden keine Abkommen während ihres dreitägigen Aufenthalts in Nordkorea erwartet.

Kim und Albright sind beide "sehr erfreut"

Kim begrüßte Albright im staatlichen Gästehaus der Hauptstadt mit einem symbolträchtigen Handschlag. Er sei "sehr erfreut" über den Besuch, sagte Kim. "Ich bin sehr erfreut, hier zu sein", antwortete Albright. Zuvor hatte die US-Außenministerin am Mausoleum des 1994 gestorbenen "Großen Führers" Kim Il Sung, dem Vater des heutigen Machthabers, haltgemacht.

Das Treffen zwischen Albright und Kim war ursprünglich für diesen Dienstag geplant. Die vorgesehenen Gespräche des amerikanischen Gastes mit anderen ranghohen nordkoreanischen Vertretern seien wegen des vorgezogenen Treffens mit Kim verschoben worden, berichtete Yonhap. Geplant waren Gespräche mit ihrem Amtskollegen Paek Nam Sun und dem Vorsitzenden des Parlamentspräsidiums und nominellen Staatsoberhaupts Kim Yong Nam.



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