USA und Russland verweisen auf abgeschlossene Verträge
Japan beklagt Stillstand bei UN-Abrüstungskonferenz

ap GENF. Japan hat am Donnerstag den Stillstand beim wichtigsten Abrüstungsforum der Vereinten Nationen in Genf beklagt und weitere Schritte für eine Eliminierung der Atomwaffenarsenale gefordert. Die 66 Delegationen sollten sofort Verhandlungen über das Herstellungsverbot für so genanntes spaltbares Material - Plutonium und hoch angereichertes Uran - aufnehmen, sagte der Leiter der japanischen Delegation, Seiichiro Noboru, am Donnerstag. Die Mehrheit der Delegationen wolle dies und die atomare Abrüstung auf die Tagesordnung setzen und somit den vierjährigen Stillstand in den Verhandlungen beenden, sagte Noboru weiter.

Die USA und Russland vertreten den Standpunkt, dass ihre Abrüstungsverträge über strategische Waffen Beleg seien, dass die Atommächte sich des Problems bereits angenommen hätten. Noboru kritisierte, dass viel Zeit für Verfahrensfragen verschwendet worden sei. Auf der UN-Konferenz zum Vertrag über die Nichtweiterverbreitung von Atomwaffen hatten die fünf Atommächte USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien im vergangenen Monat in New York ihren Willen zur Vernichtung ihrer Atomwaffen bekundet.

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