USA: Wir brauchen keine zweite Resolution
Powell wirft Frankreich Hasenfüßigkeit vor

US-Außenminister Colin Powell hat Staaten, die sich wie Frankreich für längere Waffeninspektionen aussprechen, vorgeworfen, sich vor der Verantwortung für einen Krieg zu scheuen. In einem Interview des französischen Radiosenders France Info bekräftigte Powell am Mittwoch zudem, dass die USA auch ohne zweite Irak-Resolution der Uno zu einem Militärschlag gegen Irak berechtigt seien.

Reuters PARIS. "Es kann keine zufrieden stellende Lösung sein, dass Inspektionen ewig fortgesetzt werden, weil einige Staaten Angst davor haben, die Verantwortung dafür zu übernehmen, den Willen der internationalen Gemeinschaft durchzusetzen", sagte Powell. Für eine Fortsetzung der Uno-Inspektionen und eine friedliche Lösung des Irak-Konflikts hatte sich in den vergangenen Wochen neben Frankreich insbesondere Deutschland eingesetzt. "Es ist keine Frage von mehr Inspektoren oder eines längeren Inspektionsprozesses", sagte Powell. Die USA teilten diese Einschätzung französischer Kollegen nicht.

Powell fügte hinzu, dass die USA zwar derzeit mit ihren Verbündeten über eine zweite Irak-Resolution berieten. Die im November erlassende Irak-Resolution sei jedoch ausreichend, um gegen Irak vorzugehen. Frankreich hat erklärt, eine zweite Irak-Resolution sei nicht notwendig und Krieg lediglich als letztes Mittel bezeichnet. Das Land verfügt im Uno-Sicherheitsrat über ein Veto-Recht, mit dem es jeden Resolutionsentwurf blockieren könnte. Die USA und Großbritannien haben Irak mit Krieg gedroht, sollte das Land die Abrüstungsforderungen der Uno nicht erfüllen.

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