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USA wollen im Naturschutzgebiet Öl fördern

Das US-Repräsentantenhaus hat einen weitreichenden Entwurf für ein Energie-Gesetzespaket gebilligt, mit dem auch die umstrittene Öl- und Gasförderung in einem Naturschutzgebiet in Alaska genehmigt würde.

rtr WASHINGTON. Außerdem stimmten die Abgeordneten in Washington für Steuererleichterungen im Volumen von mehr als 33 Mrd. Dollar (mehr als 63 Mrd. DM) für die Energie-Industrie sowie die finanzielle Förderung umweltfreundlicherer Energie-Technologie. Nach dem Willen der US-Regierung unter George W. Bush soll durch die Öl- und Gasförderung im ressourcenreichen Bundesstaat Alaska die Abhängigkeit der USA von Ölimporten aus dem Ausland verringert werden.

Die Zustimmung des Repräsentantenhauses ist allerdings erst der erste Schritt zu dem Energie-Gesetz: Die Gesetzesvorlage muss noch vom Senat als zweiter Kammer des US-Kongresses gebilligt werden. Ob die Vorschläge hier durchkommen, ist fraglich, da im US-Senat anders als im Repräsentantenhaus die oppositionellen Demokraten die Mehrheit haben. Der Senat will im September über eine eigene Energie-Gesetzesvorlage beraten. Darin soll unter anderem das Bohrverbot für das Naturschutzgebiet in Alaska aufrechterhalten werden.

Der tägliche Erdölbedarf der USA beläuft sich auf knapp 20 Mill. Barrel, mehr als die Hälfte dieser Menge muss aus dem Ausland importiert werden. Nach Schätzungen der US-Regierung könnten in dem Naturschutzgebiet in Alaska rund 16 Mrd. Barrel (Barrel=159 Liter) Erdöl gefördert werden. Damit könnten die USA Regierungsangaben zufolge rund 70 Jahre lang auf Ölimporte aus dem Irak verzichten. Aus Protest gegen die amerikanisch-britische Sanktionspolitik gegen das Land hatte der Irak Anfang Juni seine Erdölausfuhr gestoppt.

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