USA wollen Konflikt entschärfen
Israel und Palästinenser zurückhaltend zu Friedensplan

Vor Gesprächen mit dem US-Nahost-Gesandten William Burns haben sich Israelis und Palästinenser zurückhaltend zur US-Friedensinitiative gezeigt. Die israelische Zeitung "Jedioth Ahronoth" berichtete am Mittwoch, Israels Ministerpräsident Ariel Scharon fürchte, dass der Friedensplan des Nahost-Quartetts nicht ausreichend die Sicherheitsbedürfnisse Israels berücksichtige.

Reuters JERUSALEM. Aus Kreisen der Palästinenser-Regierung verlautete, es würden ein konkreter Zeitplan sowie internationale Beobachter vor Ort benötigt. Burns sollte am Mittwoch mit Israels Außenminister Schimon Peres und am Donnerstag mit palästinensischen Politikern über den Plan beraten.

Der Entwurf des Friedensplans wurde von den USA, der Europäischen Union (EU), Russland und den Vereinten Nationen (UNO), dem so genannten Nahost-Quartett, ausgearbeitet. Er sieht ein Ende der Gewalt, eine Reform der Palästinenser-Regierung, einen Abzug Israels aus den besetzten Gebieten und die Schaffung eines Palästinenser-Staates in drei Jahren vor. Es wurde erwartet, dass Burns sich an der von US-Präsident George W. Bush im Juni vorgegebenen Linie orientieren würde. Bush hatte gefordert, dass Palästinenser-Präsident Jassir Arafat durch jemanden ersetzt werde, der "nicht durch Terror kompromittiert worden ist". Ein Durchbruch bei den seit mehr als zwei Jahren festgefahrenen Verhandlungen wurde jedoch nicht erwartet.

Die Friedensverhandlungen stagnieren, seit im September 2000 die Palästinenser ihren Aufstand gegen die israelische Besatzung begannen. Seither wurden mindestens 1625 Palästinenser und 611 Israelis getötet. Die USA und Israel werfen Arafat vor, nicht entschlossen genug gegen Extremisten vorzugehen. Arafat hat dies zurückgewiesen. Die USA sind an einer Entschärfung des Nahost-Konflikts unter anderem deswegen interessiert, um arabische Unterstützung für einen Militärschlag gegen Irak zu gewinnen.

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