USA wollen Nepal helfen
Rebellen überrennen Armeestützpunkt in Nepal

Nepalesische Rebellen haben bei einem Gegenangriff im Westen des Himalaja-Königreichs nach Militärangaben mehr als 100 Soldaten und Polizisten getötet.

wiwo/ap KATHMANDU. Der Angriff auf das Dorf Gam im Westen des Landes begann am Dienstag und dauerte bis Mittwoch an, hieß es. rund 500 maoistische Guerillas hätten den Ort umzingelt. Die Armee eroberte unterdessen den Ort Chainpur im Osten des Landes zurück. Dort seien vier tote Polizisten gefunden worden, die Rebellen hätten 14 Mann verloren.

Der Angriff der Rebellen auf Gam erfolgte, nachdem sie bei der bislang größten Offensive der Streitkräfte selbst schwere Verluste erlitten hatten: Bei Luftangriffen auf ein Ausbildungslager im Westen wurden nach Militärangaben seit vergangenem Donnerstag mehr als 500 Rebellen getötet. Versuche, Verstärkung zu den in Gam eingeschlossenen 100 Soldaten und Polizisten zu bringen, scheiterten wegen schlechten Wetters.

In Washington traf der nepalesische Ministerpräsident Sher Bahadur Deuba mit US-Präsident George W. Bush zusammen. Der Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer, sagte, die USA seien entschlossen, Nepal zu helfen. Die US-Regierung hat beim Kongress die Freigabe von 20 Millionen Dollar Militärhilfe für das Königreich beantragt. Dabei handelt es sich um Uniformen und andere Ausrüstung, nicht aber um Waffen und Munition.

Die maoistische Bewegung des Landes wurde in Gam gegründet. Im November wurde in Nepal der Ausnahmezustand ausgerufen - seither dürfen Polizei und Armee gemeinsam die Rebellen bekämpfen. In Kathmandu werden seit Dienstag Tausende von Soldaten rekrutiert.

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