USA wollen sich revanchieren
Fußballfrauen wollen WM-Titel vergolden

Nach der Blamage der deutschen Männer-Nationalmannschaft bei der EM heißt es für die Frauen die deutsche "Fußballer-Ehre" wiederherzustellen. Die Weltmeisterinnen sind bei Olympia ein heißer Medaillen-Kandidat.

HB DÜSSELDORF. Nach dem Gewinn des Weltmeistertitels gehen die deutschen Frauen beim Olympia-Turnier als heißer Medaillenkandidat an den Start und möchten ihren WM-Titel am liebsten vergolden. Als größte Konkurrenten gelten Vize-Weltmeister Schweden, Gruppengegner China, Brasilien und der entthronte Champion USA. Die Amerikanerinnen um Superstar Mia Hamm wollen sich für das bittere 0:3 bei der WM 2003 im eigenen Land gegen Deutschland revanchieren und sind für Bundestrainerin Tina Theune-Meyer auf "Gold" programmiert. "Die USA haben seit der WM alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Sie sind klarer Favorit." Norwegen, vor vier Jahren Olympiasieger in Sydney, konnte sich diesmal gar nicht qualifizieren.

Theune-Meyer setzt in Athen vor allem auf ihre Weltmeisterinnen. Allerdings sind mit den zurückgetretenen Maren Meinert und Bettina Wiegmann zwei Säulen weggebrochen. Auf Olympia verzichten muss auch Golden-Goal-Schützin Nia Künzer nach ihrem Kreuzbandriss. Zunächst gilt es für den fünfmaligen Europameister die Vorrunde gegen China und Mexiko zu überstehen und ins Viertelfinale einzuziehen. "Wir haben die schwerste Gruppe erwischt. Aber natürlich wollen wir um die Medaillen mitspielen", sagte die 50 Jahre alte Trainierin, deren Team in Sydney Bronze gewann. Die Nagelprobe erwartet das Team dabei gleich zum Auftakt, der sogar zwei Tage vor der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele auf den 11. August terminiert ist: China gilt als harter Brocken.

Ungewöhnlich ist der Modus. Da das IOC lediglich zehn Teams für das Frauen-Turnier zuließ, wurden diese in zwei Dreier- und eine Vierer-Gruppe gelost. Nur zwei Mannschaften müssen nach der Vorrunde die Heimreise antreten: Der Letzte aus der Vierer-Gruppe mit Gastgeber Griechenland, USA, Brasilien und Australien sowie der schlechteste Dritte aus den beiden anderen Gruppen.

Weniger rosig sieht es im Männerfußball aus. Nach der verpassten Qualifikation von Ulli Stielikes U 21-Auswahl müssen die deutschen Männer weiter auf ihre erste Olympia-Teilnahme seit 1988 warten. Zuletzt dominierten mit Kamerun (2000) und Nigeria (1996) afrikanische Teams, diesmal scheint das Turnier recht ausgeglichen besetzt.

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