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USA ziehen 70 000 Soldaten aus Europa und Asien ab

US-Präsident George W. Bush will nach Medienberichten am kommenden Montag einen Plan zum Abzug von 70 000 bis 100 000 Soldaten aus Europa und Asien bekannt geben. Bush wolle das seit Monaten diskutierte Vorhaben bei einem Veteranentreffen erläutern

dpa WASHINGTON/BERLIN. US-Präsident George W. Bush will nach Medienberichten am kommenden Montag einen Plan zum Abzug von 70 000 bis 100 000 Soldaten aus Europa und Asien bekannt geben. Bush wolle das seit Monaten diskutierte Vorhaben bei einem Veteranentreffen erläutern

Das berichteten US-Zeitungen am Samstag unter Berufung auf Regierungsbeamte. Damit wurden Berichte britischer Medien über die Absicht Bushs bestätigt.

Danach sollen zwei Drittel des Truppenabzugs Europa, vor allem Deutschland, betreffen. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin konnte die Berichte nicht kommentieren. Das Auswärtige Amt verwies lediglich darauf, dass die Pläne bereits länger bestünden. In Deutschland sind derzeit etwa 70 000 US-Soldaten stationiert.

Nach Angaben der britischen "Financial Times" ist es nicht ausgeschlossen, dass beide in Deutschland stationierte Armee-Divisionen zurück in die USA beordert werden. Bestehen bleiben sollen danach aber auf jeden Fall Trainings- und Kommandoeinrichtungen sowie eine mobile Infantrie-Einsatztruppe, hieß es.

Insgesamt sollten die meisten der Soldaten auf Stützpunkte in den USA zurückkehren, zitierte die "Washington Post" namentlich nicht genannte Bush-Mitarbeiter. Ein Teil werde in osteuropäische Länder verlegt. Einzelheiten würden noch ausgearbeitet.

Die Pläne der USA sind im Groben bereits länger bekannt, über die konkreten Zahlen sowie die Zeitabläufe herrscht noch Unklarheit. Die US-Regierung argumentiert, dass das Ende des Kalten Krieges eine geballte Truppenstationierung im Herzen Europas unnötig gemacht habe und neue Herausforderungen durch Terroristen sowie so genannte Problemstaaten eine Umstellung auf flexible hoch mobile kleinere Einheiten erforderten. Die Truppenreduzierungen in Asien betreffen Japan und Südkorea.

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