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VA-Tech-Übernahme: Schärfere Töne gegen Siemens

Im Tauziehen um die Übernahme des österreichischen Technologie-Konzerns VA-Technologie (VA-Tech) schlagen die Manager des Unternehmens immer schärfere Töne gegen Siemens an.

dpa-afx WIEN. Im Tauziehen um die Übernahme des österreichischen Technologie-Konzerns VA-Technologie (VA-Tech) schlagen die Manager des Unternehmens immer schärfere Töne gegen Siemens an. VA-Tech-Chef Klaus Sernetz warnte am Mittwoch, eine ablehnende Haltung gegenüber dem Übernahmeangebot von Siemens sei nicht ausgeschlossen.

Er halte es sogar für möglich, "dass wir den Aktionären empfehlen, nicht an Siemens zu verkaufen". Siemens sei zwar "ein hervorragender Konzern, aber nicht unser Wunschkandidat". Siemens-Österreich gab am Mittwoch eine Arbeitsplatzgarantie für 350 Mitarbeiter eines gefährdeten VA-Tech-Werkes in Weiz (Steiermark) für 18 Monate ab.

In einem Interview mit der am Donnerstag erscheinenden Illustrierten "News" wirft Sernetz der Siemens-Leitung im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme "Demagogie" vor. Zu Äußerungen des österreichischen Siemens-Generaldirektors Albert Hochleitner, VA-Tech sei alleine nicht lebensfähig, sagte er: "Der VA-Tech-Konzern hätte ohne Siemens auch hervorragende Zukunftsaussichten." Arbeitsplätze in dem Unternehmen seien "ausschließlich durch den Siemens-Einstieg gefährdet. Wir arbeiten derzeit auf Voll-Last.".

Siemens hatte angekündigt, 55 Euro pro Aktie für das Unternehmen mit weltweit 17 000 Beschäftigten zahlen zu wollen. Am 7. November hatte der Konzern bereits knapp 17 Prozent der VA-Tech-Aktien von dem österreichischen Unternehmer Mirko Kovats erworben und daraufhin erneut die Absicht zur Übernahme von VA-Tech erklärt. Anfang September hatte die österreichische Regierung eine feindliche Übernahme durch den deutschen Konzern verhindert. Der Kurs der Aktie stieg inzwischen an der Wiener Börse auf 58 Euro./

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