Vajpayee trifft Militärs
Grenzdörfer in Kaschmir abgebrannt

Trotz internationaler Warnungen vor einem Krieg zeichnet sich im Kaschmir-Konflikt keine Entspannung ab. Entlang der indisch-pakistanischen Teilungslinie gingen drei indische Dörfer in Flammen auf.

dpa NEU DELHI. Insgesamt seien 50 Dörfer von pakistanischer Seite beschossen worden, berichtete der Fernsehsender Star News am Donnerstag. Am dritten Tag seines Kaschmir-Besuchs traf der indische Ministerpräsident Atal Behari Vajpayee in Srinagar hochrangige Militärs.

Bei einem Granatenangriff auf einen Busbahnhof im Bezirk Sopore wurden der Agentur UNI zufolge am Donnerstag ein Soldat getötet und 13 Zivilisten verletzt. Auch außerhalb von Kaschmir, in der indischen Provinz Punjab, habe die Armee nach schweren Schusswechseln rund 15 Dörfer geräumt, berichtete die "Times of India".

Pakistan rechnet inländischen Medienberichten zufolge in seinem Teil Kaschmirs mit indischen Luftangriffen, die durch eine begrenzte Bodenoffensive unterstützt werden könnten. Militärs sagten, seit Beginn der Grenzgefechte vor sechs Tagen seien fünf Soldaten und 20 Zivilisten durch indischen Beschuss getötet worden.

Die USA und Großbritannien haben angesichts der zugespitzten Lage Indien und Pakistan zur Zurückhaltung aufgefordert. Der britische Premierminister Tony Blair sagte, beide Länder sollten "innehalten und nachdenken", bevor sie militärische Aktionen unternähmen, die die Region in einen Krieg stürzen könnten. Die Lage sei "sehr gravierend und ernst". Auch das US-Außenministerium rief die rivalisierenden Atommächte zur Besonnenheit auf. Die Schusswechsel an der Grenze seien sehr beunruhigend, sagte Außenamtssprecher Philip Reeker.

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