Valencia rettet in Nachspielzeit Punkt bei Ajax
Inter demütigt Newcastle

Inter Mailand krönt "König" Crespo, Arsenal London huldigt dem "Eroberer von Rom": Angeführt vom überragenden dreifachen Torschützen Thierry Henry haben die "Gunners" ebenso wie die Lombarden zum Auftakt der Zwischenrunde in der Champions League mit Gala-Auftritten die Konkurrenz geschockt.

HB/dpa LEIPZIG. "Wir haben gegen die stärkste Mannschaft in Europa verloren. Sie bestrafen den ersten Fehler und laufen einer für den anderen. Damit hören sie nie auf", resümierte AS Roms Trainer Fabio Capello niedergeschlagen nach der 1:3-Heimniederlage am Mittwochabend gegen die Londoner. "Thierry Henry war der Unterschied zwischen Rom und Arsenal. Ich würde ihn für keinen Stürmer der Welt eintauschen", lobte unterdessen Arsenal-Coach Arsène Wenger den Franzosen.

Während "Rom weinte" ("Gazzetta dello Sport"), freute sich mit Inter auch der zweite Mailänder Verein über einen spektakulären Sieg zum Zwischenrunden-Beginn. Der 13-malige italienische Champion fertigte Newcastle United auf fremdem Feld mit 4:1 ab, nachdem am Vortag bereits der AC Mailand Titelverteidiger Real Madrid mit 1:0 geschlagen hatte.

"Was für eine Show, Inter", titelte die "Gazzetta dello Sport". Vier Tage nach dem verloren gegangenen 137. Stadtderby in der Serie A (0:1) präsentierten sich die "Schwarz-Blauen" in blendender Spiellaune und ließen Newcastle keine Chance. Allen voran brillierte der argentinische Superstar Hernan Crespo, der ein Tor selbst erzielte und an drei der vier Treffer beteiligt war.

"Das Derby verloren zu haben tut noch weh, aber jetzt ist diese Bitterkeit wie weg gewischt", empfand der 27-Jährige, den die "Gazzetta dello Sport" bereits zum "König des Cups" kürte. Gelassen nahm Trainer Hector Cuper, der mit dem FC Valencia zwei Mal im Finale der Champions League stand, den Sieg hin: "Es war lediglich ein Spiel, wie man es spielen muss."

Mehr als das Nötige zeigte Angreifer Henry. Fast im Alleingang drehte er den 0:1-Rückstand der Londoner beim finanziell angeschlagenen AS Rom. Noch nie hatte ein Arsenal-Akteur bis dato drei Treffer in einem Spiel der europäischen Eliteliga erzielt. "Ich fühle, dass wir noch besser spielen können, wenn wir mit den Füßen auf dem Boden bleiben", meinte Überflieger Henry. Auf der Ersatzbank des englischen Hauptstadt-Clubs saß zum ersten Mal in der Champions League auch der deutsche Junioren-Nationalspieler Moritz Volz.

Vor den Augen von Englands Nationalcoach Sven-Goran Eriksson schraubte der 25-jährige Henry, der die Italiener aus seiner Zeit bei Juventus Turin noch bestens kennt, seine Trefferausbeute auf sechs Tore in sieben Spielen des laufenden Wettbewerbs. "Es war so wunderbar. Ich liebe dieses Stadion", schwärmte "Three-ierry Henry" ("Mirror") von der Olympia-Arena. "The Guardian" meinte: "Henry führt die Plünderung Roms an". Unweit des Kolosseums kämpften die "Highbury-Gladiatoren" die Römer nieder, die damit weiter auf den ersten Heimsieg in der Champions-League-Saison warten müssen.

Die Europapokal-Premiere zwischen dem FC Valencia und dem niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam (1:1) werden die Spanier in keiner guten Erinnerung behalten. Das Spiel bestimmten die Hausherren, doch Amsterdam ging zwei Minuten vor dem Ende durch den 21-jährigen Zlatan Ibrahimovic in Führung, ehe Angelo in der Schlussminute egalisierte. "Mit dem Spiel meiner Mannschaft bin ich sehr zufrieden. Mit dem Ergebnis nicht", ärgerte sich Valencia- Trainer Rafael Benitez, dessen Team in der Vorrunde mit 17 Toren die meisten Treffer geschossen hatte. Das Sportblatt "As" resümierte: "Valencia erhält wenig Lohn für viel Arbeit."

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