Van Burik trifft in letzter Sekunde: Hertha-Profis bringen Stevens trotz 3:2 auf die Palme

Van Burik trifft in letzter Sekunde
Hertha-Profis bringen Stevens trotz 3:2 auf die Palme

Mit einem Fallrückzieher in letzter Sekunde hat Dick van Burik Hertha BSC alle Chancen auf den Einzug ins Viertelfinale um den UEFA-Cup erhalten. Allerdings geht der Berliner Bundesliga-Siebte nach dem 3:2 (2:2)-Sieg über Boavista Porto mit einem überaus dünnen Polster ins Achtelfinal-Rückspiel am kommenden Donnerstag.

HB/dpa BERLIN. "Ich wusste, dass es ein schweres Spiel werden würde. Aber mir hat ja keiner gelaubt. Ich hatte das Gefühl, gegen eine Wand zu reden", war Trainer Huub Stevens stocksauer auf seine Spieler, über die er sagte: "Ich hätte zur Halbzeit jeden auswechseln können."

Die einzigen Hertha-Lichtblicke waren vor nur 15 559 Zuschauern van Bruik und Alves. Der 28 Jahre alte Brasilianer, bereits am Sonntag beim 2:0 in Gladbach zwei Mal erfolgreich, unterstrich mit dem erneuten "Doppelback" in der 15. und 42. Minute seinen derzeitigen "Lauf". Der niederländische Abwehrchef van Burik, der um seine Vertragsverlängerung kämpf, sorgte in der 92. Minute für das Happy-End: Nach einer Dardai-Flanke wagte er mit dem Mut der Verzweiflung einen Fallrückzieher - und traf.

Haarsträubende Abwehrfehler hatten zuvor den portugiesischen Tabellen-Elften durch Rui Oscar (37.) und Alexandre Goulart (80.) zwei Mal zum Ausgleich verholfen. Stevens war dennoch erbost. "Das ist ein gefährliches Resultat. Wir müssen uns jetzt Gedanken machen. Wenn wir in Porto so wenig aggressiv spielen wie heute, brauchen wir erst gar nicht hinzufahren." Auch Manager Dieter Hoeneß nahm die Profis in die Pflicht: "Ich gehe davon aus, das wir mit einer anderen Einstellung ins Rückspiel gehen werden. Ein großer Fight ist nötig."

Von seiner vollmundigen Ankündigung ("Die Post wird abgehen") blieb auf dem Platz nicht viel übrig. Die Berliner waren nur zu Beginn konzentriert und nutzten gleich ihre erste Chance, als Alves eine von Preetz verlängerte Hartmann-Flanke volley und unhaltbar einschoss. Doch Anstatt weiter Druck auszuüben, überließ der Bundesligist dem Kontrahenten zu viel Raum.

Die Strafe folgte auf dem Fuß. Zwar konnte Hertha-Keeper Gabor Kiraly in der 36. Minute nach einem Schuss von Pedrosa den Ausgleich noch verhindern. Eine Minute später aber war der Ungar nach einem 25- Meter-Sonntagsschuss von Rui Oscar geschlagen. Der Portugiese nahm eine missglückte Kopfballabwehr von Josip Simunic volley auf.

Auch nach der erneuten Führung fünf Minuten danach, als Alves eine Marcelinho-Flanke einköpfte, fanden die Berliner ihren Rhythmus nicht wieder. Dass das 2:1 zur Pause Bestand hatte, war glücklich. Denn kurz vor dem Halbzeitpfiff wäre Nationalverteidiger Arne Friedrich, laut Stevens über Nacht von einer fiebrigen Grippe genesen, beinahe noch ein Eigentor unterlaufen.

In der zweiten Halbzeit verflachte die Partie vor allem von Berliner Seite drastisch. Porto besaß die besseren Chancen und kam folgerichtig zum Ausgleich: Zunächst traf der starke Pedrosa den Pfosten (67.), dann aber nahm der eingewechselte Goulart eine Freistoß-Flanke von Pedrosa sträflich freistehend auf und ließ Kiraly keine Chance. Van Burik gelang dann doch noch das Happy-End.

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