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Van Nistelrooy schießt Niederlander ins Viertelfinale

Braga (dpa) - Dank Ruud van Nistelrooy und tschechischer Schützenhilfe sind die Niederlande zum fünften Mal in Serie in ein EM-Viertelfinale gestürmt. Der überragende Torjäger von Manchester United ebnete dem Oranje-Team in Braga mit zwei Treffern (27., Foulelfmeter/35.) den Weg zum hochverdienten 3:0 (2:0)-Erfolg über Außenseiter Lettland und in die Runde der letzten Acht.

Braga (dpa) - Dank Ruud van Nistelrooy und tschechischer Schützenhilfe sind die Niederlande zum fünften Mal in Serie in ein EM-Viertelfinale gestürmt. Der überragende Torjäger von Manchester United ebnete dem Oranje-Team in Braga mit zwei Treffern (27., Foulelfmeter/35.) den Weg zum hochverdienten 3:0 (2:0)-Erfolg über Außenseiter Lettland und in die Runde der letzten Acht.

Dort geht es am 26. Juni in Faro gegen Schweden. Knapp 20 000 begeisterte «Oranjes» unter den 28 000 Besuchern im Estadio Municipal bejubelten neben dem dritten Treffer durch Roy Makaay (84.) die Mithilfe des Gruppensiegers Tschechien gegen Deutschland, das nun an Stelle der Niederländer die Heimreise antreten muss.

Gegen den zum dritten Mal mit unveränderter Startformation angetretenen EM-Debütanten stürmte der Europameister von 1988 vom Anpfiff weg. Clarence Seedorf hatte in seinem 75. Länderspiel schon nach 28 Sekunden die erste gute Chance, doch er setzte seinen Schuss zu hoch an. Die Elf des umstrittenen Bondscoachs Dick Advocaat, der Frank de Boer und Michael Reiziger neu im Team aufbot, attackierte früh und agierte konsequent über die Flügel. Sie kam dadurch viel besser zum Zuge als zuvor die Gruppen-Rivalen Tschechien (2:1) und Deutschland (0:0).

Lettland, für das Maris Verpakovskis (2.) die einzige Chance vor der Pause vergab, hatte in Aleksandrs Kolinko einen großen Rückhalt. Der Torhüter bewahrte sein Team mit glänzenden Paraden gegen Phillip Cocu (12.) und den frei vor ihm auftauchenden van Nistelrooy (13.) vor dem frühen Rückstand. Dann hatte der Außenseiter jedoch Glück, dass der nicht immer glücklich leitende dänische Schiedsrichter Kim Milton Nielsen nach Foul von Olegs Blagonadezdins an Andy van der Meyde nicht auf Elfmeter entschied (16.).

Die Niederländer ließen sich davon nicht beeindrucken, sondern zogen ihr Offensiv-Konzept konsequent durch. Und das wurde belohnt: Edgar Davids marschierte links in den Strafraum, wo Vitalis Astafjevs ihn leicht berührte: Van Nistelrooy ließ sich die Strafstoß-Chance nicht entgehen. Acht Minuten später war er erneut zur Stelle, als er nach Cocus Vorlage per Kopf sein viertes Turnier-Tor gegen die im Defensiv-Verhalten diesmal indisponierten Letten anbrachte und mit dem führenden Wayne Rooney (England) gleichzog. Allerdings stand der Torjäger beim vorangegangenen Seedorf-Freistoß im passiven Abseits.

Nach Wiederanpfiff suchten auch die Letten die Offensive. Andrejs Rubins (46./48.) scheiterte an Keeper Edvin van der Sar, Valentins Lobanovs kurz darauf am Außennetz (49.). Nach diesem kurzen Strohfeuer übernahm jedoch wieder der Favorit das Kommando und setzte seinen Einbahnstraßen-Fußball fort. Arjen Robben (52.) und van Nistelrooy (50./62./64.) konnten den starken Kolinko aber nicht überwinden.

20 Minuten vor Schluss kam auch Bayern Münchens Torjäger Makaay für Matchwinner van Nistelrooy ins Team und zu seinem ersten EM- Einsatz in Portugal. Makaay (73.) führte sich mit einem tollen Freistoß gleich gut ein und machte elf Minuten später mit dem dritten Treffer alles klar. Die niederländischen Anhänger bejubelten dieses Tor, aber noch mehr das Aus des Erz- und Gruppenrivalen («Schade Deutschland, alles ist vorbei»).

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