Vancouver und Salzburg Favoriten
Vierkampf um Winterspiele 2010

Die Vergabe der XXI. Olympischen Winterspiele 2010 wird zu einem Vierkampf zwischen Salzburg (Österreich), Bern (Schweiz), Vancouver (Kanada) und Pyeongchang (Südkorea). Das Exekutivkomitee des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) erklärte am Mittwoch in Lausanne lediglich diese vier Städte zu "offiziellen Kandidaten".

HB/dpa LAUSANNE. Die Vergabe der XXI. Olympischen Winterspiele 2010 wird zu einem Vierkampf zwischen Salzburg (Österreich), Bern (Schweiz), Vancouver (Kanada) und Pyeongchang (Südkorea). Das Exekutivkomitee des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) erklärte am Mittwoch in Lausanne lediglich diese vier Städte zu "offiziellen Kandidaten". Den weiteren vier Bewerbern aus Sarajevo (Bosnien-Herzegowina), Jaca (Spanien), Harbin (China) und Andorra La Vella (Andorra) bleibt der Weg in die Endausscheidung durch die IOC-Vollversammlung im Juli 2003 in Prag verwehrt.

Eine 11-köpfige Expertengruppe des IOC gab Salzburg und Vancouver die besten Noten, stellte selbst bei den verbliebenen Kandidaten Bern und Pyoengchang deutliche Mängel fest. IOC-Vize-Präsident Thomas Bach (Tauberbischofsheim) sprach Salzburg "das beste Konzept" zu. Bei einer Wahl der Mozart-Stadt würde auch Deutschland in die Winterspiele mit einbezogen werden. Salzburg bewirbt sich mit Königssee als Austragungsort für die Wettbewerbe im Bob, Rodeln und Skeleton. Die alpinen Ski-Wettbewerbe würden in Kitzbühel und Altenmark, die Skispringen in Bischhofshofen und die nordischen Ski- Wettbewerbe in Radstadt/Altenmark ausgetragen werden. In Österreich fanden in Innsbruck (1964, 1976) bereits zwei Mal Winterspiele statt. Kanada war mit Calgary (1988) einmal Ausrichterland.

Die Mitglieder der Exekutive entschieden sich in geheimer Abstimmung aus sportpolitischen Gründen gegen ein Duell der Besten, Salzburg und Vancouver, und für die Vierer-Auswahl. Damit wird den IOC-Mitgliedern, unter Einschluss eines asiatischen Kandidaten, eine größere Auswahlmöglichkeit gebeben. Das IOC behält auch von den ausgeschiedenen Städten die Anmeldegebühr von je 100 000 Euro ein. Die vier Finalisten müssen für die Endausscheidung je 500 000 Euro bezahlen. Die Evaluierungskommission des IOC wird Anfang des kommenden Jahres eine endgültige Bewertung der Kandidaten vornehmen.

Da die nächsten Sommer- und Winterspiele mit Athen 2004 und Turin 2006 in Europa veranstaltet werden, gilt Vancouver als leichter Favorit. Ein Sieg der kanadischen Hafenstadt hätte auch eine Auswirkung auf die deutsche Bewerbung um die Olympischen Spiele 2012. In diesem Fall wäre ein europäischer Erfolg gegen nordamerikanische Konkurrenz aus den USA (New York oder San Francisco) und Kanada (Toronto) wahrscheinlicher. Düsseldorf, Hamburg, Frankfurt, Leipzig, Stuttgart befinden sich in der nationalen Ausscheidung um die Spiele 2012.

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