Vater: "Einen Moment lang schien die Welt zusammenzubrechen."
Familie bangte um Söhne im WTC und Pentagon

Eine Familie haben die Terroranschläge in den USA ganz besonders in Angst und Schrecken versetzt. Ihre Mitglieder befanden sich zum Zeitpunkt der Angriffe an allen drei Unglücksorten.

afp WAYNESBURG. Während ein Sohn im World Trade Center war, befand sich der andere im Pentagon. Die Eltern ängstigten sich währenddessen im Bundesstaat Pennslyvania, wo das vierte entführte Flugzeug abstürzte. Binnen einer Stunde schien für Rudy Marisa US-Medienberichten die eigene Welt einzustürzen. Gegen neun Uhr morgens (Ortszeit) am Dienstag rief ihn sein Sohn Kent aus dem WTC an, um ihm von dem Absturz der ersten Linienmaschine in den gegenüberliegenden Turm zu berichten. Wenige Minuten später sah der Familienvater, wie auch der zweite Turm, in dem Kent arbeitete, von einem Flugzeug getroffen wurde.

Dann meldete sich sein Sohn Kurt aus seinem Büro im Verteidigungsministerium in Washington. Kaum hatte er aufgelegt, erfuhr Rudy Marisa, dass auch das Pentagon von einem Flugzeug getroffen wurde. Unmittelbar darauf kam die Nachricht, dass rund 100 Kilometer vom Elternhaus entfernt eine vierte Maschine bei Pittsburgh abgestürzt war.

Eine Stunde ohne Nachricht

Eine Stunde lang blieben die Eltern ohne Nachricht von ihren Söhnen. "Es war eine Serie von Katastrophenszenarien", sagte Marisa, Basketballtrainer an der Universität von Waynesburg. "Einen Moment lang schien die Welt zusammenzubrechen." Er habe die Chancen für das Überleben wenigstens eines seiner Söhne auf 50 Prozent eingeschätzt. Dann kamen die erlösenden Anrufe: Sowohl Kent als auch Kurt hatten die terroristischen Anschläge unversehrt überlebt. Für Marisa war klar: "Wir stehen unter dem Schutz Gottes."

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