Vattenfall kauft ein
HEW-Übernahme aus eigenen Mitteln finanziert

Der schwedische Energieriese Vattenfall AB, Stockholm, hat von der Stadt Hamburg 25,1% an der Hamburgischen Electricitäts AG-Werke (HEW), Hamburg, übernommen und verfügt nun über nahezu 100% der Anteile.

lip HAMBURG. Für die restliche Beteiligung zahlt der Stromriese 869 Millionen Euro sowie einen Ausgleichsbetrag für Steuerausfälle von 96,4 Millionen Euro.

Die Übernahme der Anteile will der schwedische Stromkonzern aus dem eigenen Kapitalmitteln sowie einer erhöhten Kreditaufnahme finanzieren. "Es ist nicht geplant, Anteile von Vattenfall abzugeben, um die Übernahme der HEW zu finanzieren", erklärte Lars G. Josefsson, Vorstandschef von Vattenfall AB, dem Handelsblatt.

An der Börse waren Spekulationen aufgetaucht, wonach der amerikanische Stromgigant General Electric (GE) möglicherweise eine Schachtelbeteiligung an Vattenfall anstrebe. Der Vattenfall-Vorstand wies dies als Spekulation zurück.

Mit dem Erwerb der restlichen HEW-Anteile kommt die Vattenfall-Gruppe bei der Neuausrichtung ihrer europäischen Aktivitäten schneller als geplant voran. Damit schafft der Konzern die Voraussetzung, die HEW, Berliner Bewag, Veag und Laubag zur Vattenfall Europe AG zu verschmelzen. Bereits am 21. August soll die Veag auf die HEW zur Vattenfall Europe zusammengeführt werden. Sie soll an der Berliner Börse notiert werden. Die Vattenfall AB hat mit der Vollübernahme bei der HEW umfangreiche Arbeitsplatzgarantien abgegeben.

Danach verpflichtet sich der Konzern, bei dem norddeutschen Stromanbieter bis Ende 2005 rund 3000 der 3300 Arbeitsplätze in Hamburg zu erhalten. Darüber hinaus sollen die konzernweiten Stromhandels- Aktivitäten sowie IT-Dienstleistungen in Hamburg verbleiben. Der Jahresüberschuss im HEW-Konzern kletterte im Geschäftsjahr 2001 auf 627,5 (67,9) Millionen Euro. Darin enthalten sind außerordentliche Erträge aus Verkäufen.

Quelle: Handelsblatt

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