Vaxgen will dennoch weiter forschen: Impfstoff schützt nur wenige vor Aids

Vaxgen will dennoch weiter forschen
Impfstoff schützt nur wenige vor Aids

Die Hoffnungen auf die baldige Zulassung eines Impfstoffs gegen Aids haben einen Rückschlag erhalten: Wie die US-Biotechfirma Vaxgen mitteilte, hat eine Studie gezeigt, dass der Impfwirkstoff "Aidsvax" keinen ausreichenden Schutz gegen die lebensbedrohliche Krankheit bietet.

HB/bef DÜSSELDORF. Mehr als 5 000 Testpersonen - vor allem homosexuelle und bisexuelle Männer sowie Frauen mit hohem HIV-Risiko - nahmen an der über drei Jahre dauernden Studie teil. Den Ergebnissen zufolge reduzierte der Impfstoff die HIV-Infektionsrate um lediglich 3,8 %. Besser schnitt der Impfstoff bei schwarzen und asiatischen Probanden ab. Bei ihnen reduzierte sich im Vergleich zur nicht geimpften Kontrollgruppe die Infektionsrate zwischen 67 und 78 %, teilte Vaxgen mit. Allerdings nahmen so wenige Probanden aus diesen Gruppen teil, dass die Ergebnisse als nicht zuverlässig eingestuft werden.

Trotz des Rückschlags will Vaxgen weiter an dem Impfstoff forschen. Es ist der erste HIV-Impfstoff, der die Schlussphase der klinischen Versuche abgeschlossen hat. Er enthält eine synthetische Kopie des HIV-Proteins, das eine Antikörperproduktion im Körper auslöst.

Auf dem selben Prinzip basieren andere Aids-Impfstoffe, an denen die Pharmakonzerne Merck & Co. und Glaxo Smithkline forschen. Sie sind aber noch in einer frühen Entwicklungsphase. Experten sehen in einem Impfstoff die einzige Möglichkeit, die Ausbreitung von Aids einzudämmen.

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