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VDMA sieht Finanzierungsprobleme im Maschinenbau

vwd BERLIN. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sieht in der überwiegend mittelständisch strukturierten Branche durch die starken Veränderungen auf den Finanz- und Kapitalmärkte Finanzierungsprobleme für die Unternehmen aufkommen. Wie VDMA-Vizepräsident Diether Klingelnberg am Mittwoch in Berlin erklärte, müsse man derzeit eine Verlagerung der Unternehmensfinanzierung auf die Aktien- und Anleihemärkte feststellen, während gleichzeitig Finanzinstitute ihre Kreditzusagen einschränkten. Die Eigenkapitalquote sei aufgrund der bisherigen steuerlichen Regelungen mit 20 % (nach Bundesbank-Angaben) zu niedrig.

Die geringe Größe behindere die Unternehmen auch bei der Aufnahme von Beteiligungskapital durch private Kapitalanleger und Beteiligungsfonds. Ein Börsengang komme nur für sehr wenige Firmen in Frage, Klingelnberg stuft lediglich fünf Prozent der Maschinenbauer oder rund 150 Firmen als börsenreif ein, davon seien bereits rund 30 notiert. Allerdings gebe es auch schon Delistings, da sich die an einen Börsengang geknüpften Hoffnungen nicht erfüllt hätten. Selbst in Zeiten der Hausse zählten Maschinenbauunternehmen nicht zu den Börsenlieblingen.

Als Alternative aufgezeigte Finanzierungsformen wie Anleihen oder Asset Backed Securities kämen nur für größere Unternehmen in Frage. Das Volumen an Finanzierung, das die meist kleineren Unternehmen bräuchten, sei für die Kapitalmärkte uninteressant. Für die mittelständische Industrie stellten alle diese Instrumente keine realistische Option dar, es bleibe letztlich neben der Stärkung der Eigenkapitaldecke aus eigener Kraft nur die Kreditfinanzierung über den Bankensektor, wo durch Basel II weitere Einschränkungen zu erwarten seien.

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