Védrine fordert stärkere politische Unterstützung
Eichel und Fabius sehen schwachen Euro-Kurs als ungerechtfertigt an

afp PARIS/LONDON. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) und Frankreichs Wirtschafts- und Finanzminister Laurent Fabius haben die jüngste Euro-Schwäche am Donnerstag als ungerechtfertigt bezeichnet. Beide Politiker hätten in einem Telefongespräch die Ansicht vertreten, dass das Niveau der Gemeinschaftsdevise nicht den wirtschaftlichen Fundamentaldaten der Währungsunionsländer entspreche, erklärte das Pariser Finanzministerium. Fabius ist wegen der französischen Präsidentschaft in der Europäischen Union derzeit Vorsitzender des EU-Finanzministerrates, der ab Freitag in Versailles unter anderem über den Wechselkurs beraten soll.

Der französische Außenminister Hubert Védrine forderte in einem Beitrag für die Wirtschaftszeitung "Financial Times" vom Donnerstag stärkere politische Unterstützung für den Euro, um der Währung mehr Glaubwürdigkeit auf den Finanzmärkten zu verschaffen. Frankreich plädiert seit Längerem für ein politisches Gegengewicht zur Europäischen Zentralbank (EZB).

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