Vegetarier klagen
Streit um Frittenfett: McDonald's gibt klein bei

Die Schnellimbiß-Kette will ihre Kunden genauer über ihre Produkte informieren, nachdem Vegetarier das Unternehmen verklagt hatten. Sie beschwerten sich darüber, dass der Bulletenbrater Rindergeschmacksstoffe in seinem Frittenfett verwendete.

afp NEW YORK. Nach der Klage von Vegetariern gegen McDonald's wegen der Verwendung von Rinderfett für "vegetarische Pommes" hat der Fast-Food-Konzern seinen Kunden genauere Informationen über die Zutaten seiner Produkte versprochen. In Zukunft werde McDonald's in seinen Prospekten und im Internet die bislang pauschal als "Naturextrakte" bezeichneten Stoffe in seinen Schnellgerichten genauer aufschlüsseln, teilte der Konzern am Montag in New York mit. Die Kunden sollen dann genau erfahren, ob sich hinter den "Naturextrakten" Fleisch-, Milch- oder Pflanzenprodukte verbergen.

Anfang Mai war der Bulettenbrater vor allem in den USA und in Indien, wo viele vegetarische Hindus leben, ins Kreuzfeuer der Kritik geraten: Der Konzern musste eingestehen, dass er seine als "vegetarisch" angebotenen Pommes Frittes nicht nur in Pflanzenöl frittierte, sondern auch mit Rinderfett aromatisierte. Ein Anwalt in Seattle reichte daraufhin eine Sammelklage ein, der sich unter anderem zwei vegetarische Hindus anschlossen. Kurz darauf entschuldigte sich der Konzern im Internet bei seinen Kunden und versicherte, die religiösen Essvorschriften in den 120 Verkaufsländern zu respektieren.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%