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Venus Williams gegen Davenport - Scharapowa trauert

In der Damen-Konkurrenz der US Open der Tennisprofis in New York kommt es zu einem Topspiel zwischen den ehemaligen US-Open-Siegerinnen Venus Williams und Lindsay Davenport aus den USA.

dpa NEW YORK. In der Damen-Konkurrenz der US Open der Tennisprofis in New York kommt es zu einem Topspiel zwischen den ehemaligen US-Open-Siegerinnen Venus Williams und Lindsay Davenport aus den USA.

Zunächst feierte die zuletzt sehr erfolgreiche Davenport mit 7:6 (9:7), 6:2 über die Russin Jelena Bowina ihren 20. Sieg nacheinander. Anschließend mühte sich Venus Williams im US-Duell gegen Chanda Rubin zu einem 7:6 (7:4), 6:3-Erfolg.

Nicht mehr dabei ist dagegen Wimbledon-Siegerin Maria Scharapowa, die damit die Pleitenserie von Russlands Tennisstars in Flushing Meadow fortsetzte. Die 17-Jährige verlor 6:4, 2:6, 3:6 gegen die Französin Mary Pierce, einst Siegerin bei den Australian und French Open. Russlands andere Grand-Slam-Gewinnerin dieses Jahres, French-Open-Siegerin Anastasia Myskina, war schon in der zweiten Runde ausgeschieden, der frühere US-Open-Champion Marat Safin sogar gleich zum Auftakt. Die routinierte Französin Pierce bekommt es in Swetlana Kusnetsowa nun mit einer weiteren Russin zu tun. Kusnetsowa gewann 7:6 (7:3), 7:5 gegen die Amerikanerin Amy Frazier.

Serena Williams hat als erste Spielerin das Viertelfinale erreicht. Die zweimalige Siegerin gewann in New York 6:4, 6:2 gegen die Schweizerin Patty Schnyder. Nächste Gegnerin der 22-Jährigen ist Lokalmatadorin Jennifer Capriati oder Ai Sugiyama aus Japan.

Olympiasiegerin Justine Henin-Hardenne aus Belgien hat sich ebenfalls für das Achtelfinale qualifiziert. Die Titelverteidigerin gewann 6:4, 6:3 gegen Lisa Raymond aus den USA. Nächste Kontrahentin ist die an Nummer 14 gesetzte Nadia Petrowa. Die Russin siegte nach Abwehr eines Matchballs 4:6, 7:6 (6:8), 7:6 (7:3) gegen Silvia Farina Elia aus Italien. Auch die Griechin Eleni Daniilidou und die Japanerin Shinobu Asagoe zogen ins Achtelfinale ein.

Bei Scharapowa dauerte der Schmerz über die Niederlage nur kurz - sie war in Gedanken ganz schnell bei dem schrecklichen Blutbad in der Schule von Beslan. "Meine Niederlage ist nebensächlich, wenn man sieht, was in der Welt vor sich geht. Was in Russland passiert ist, ist furchtbar", sagte der seit zehn Jahren in Florida lebende Tennis-Star in New York. Vor dem Match hatte sie eine kleine schwarze Schleife zum Zeichen der Trauer an ihrem Kleid befestigt.

"Am 1. September gehen viele Kinder wieder zur Schule. Sie nehmen Blumen mit, die Eltern sind dabei. All die Kinder und die Lehrer veranstalten eine große Feier" erzählte Scharapowa. Ende vergangenen Jahres hatte sie zuletzt ihre Heimat besucht. Die schrecklichen Ereignisse der vergangenen Tage verfolgte sie im Fernsehen und im Internet. "Freitagabend habe ich zufällig sogar einen Bericht auf Russisch im Fernsehen gesehen." Dabei entschloss sie sich, beim Match am kommenden Tag das schwarze Bändchen zu tragen. Sie habe einige davon in der Umkleidekabine im Arthur-Ashe-Stadium ausgelegt, auch ein paar andere Spielerinnen hätten sich eine Schleife genommen.

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