Venus Williams in Wimbledon ausgeschieden
Haas, Schüttler und Popp erfolgreich

Die US-Amerikanerin Venus Williams ist in Wimbledon überraschend in der zweiten Runde ausgeschieden. Die deutschen Tennis-Profis haben dagegen trotz eines mächtigen Sturmes für einen zaghaften Aufwind gesorgt.

HB LONDON. Im Geduldsspiel über drei Tage überstanden Thomas Haas, Rainer Schüttler und Alexander Popp am Donnerstag ihre Auftakt-Matches und folgten Debütant Florian Mayer in die zweite Runde des bedeutendsten Grand- Slam-Turniers der Tennis-Welt. Nach einem total verregneten Mittwoch und einer Zwangspause von 42 Stunden mussten die Akteure mit heftigem Wind bis Stärke acht kämpfen, der viele Ballwechsel zum Glücksspiel werden ließ.

"Es ist unheimlich schwierig bei solch starkem Wind zu spielen", sagte Alexander Popp, der bei seinem 6:2, 6:4, 6:4-Erfolg gegen den Chilenen Nicolas Massu noch die geringsten Probleme hatte. Weit mehr kämpfen musste Thomas Haas, der seinem erschreckend lustlosen Beginn am Dienstag nach einem Tag Bedenkzeit ein großartiges Finish folgen ließ, das ihm trotz sechs vergebener Breakchancen allein im fünften Satz einen 2:6, 2:6, 7:6 (10:8), 6:4, 8:6-Erfolg brachte.

Licht und Schatten wechselten beim 4:6, 6:3, 7:6 (7:5), 1:6, 6:2- Auftaktsieg von Rainer Schüttler gegen Robin Söderling wie Sonne und Wolken am Himmel über der Rasen-Anlage an der Church Road. Das war schon am Dienstag so, als der Korbacher den ersten Satz total verschlief und sich erst danach zu normaler Form aufraffte. Aus der Warteschleife startete er furios und schaffte trotz unerklärlicher Schwächephasen die Revanche gegen den 19-jährigen Schweden, dem er bei den Australian Open im Januar in der ersten Runde unterlegen war.

"Das war ein hartes Stück Arbeit" sagte Schüttler. "Bei diesen Bedingungen konnte es kein gutes Match geben. Aufschläge waren reine Glückssache." Lars Burgsmüller konnte da nicht mithalten und schied mit 4:6, 6:4, 0:6, 2:6 gegen den Argentinier Juan Ignacio Chela aus.

Während Vorjahresfinalistin Venus Williams (USA) durch ein 6:7 (5:7), 6:7 (6:8) gegen die 19-jährige Kroatin Karolina Sprem in Runde zwei ausschied, verlängerte Goran Ivanisevic seine Abschiedsparty. Der "Herr der Asse" genannte Wimbledonsieger von 2001 bezwang den Italiener Filippo Volandri mit 4:6, 7:6 (10:8), 1:6, 6:3, 6:4 und trifft in Runde drei auf Lleyton Hewitt (Australien). "Ich werde in Wimbledon meine Karriere beenden", hat der Kroate angekündigt.

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