Venzolanische Regierung greift durch
Chavez entlässt Angestellte staatlicher Ölgesellschaft

Die venezolanische Regierung hat am Donnerstag vier Angestellte der staatlichen Ölgesellschaft PDVSA entlassen, denen sie die Koordination des bereits seit elf Tagen anhaltenden Generalstreiks vorwirft.

Reuters CARACAS. "Wir befinden uns im Kriegszustand - wir werden angegriffen, unsere Ölindustrie wird sabotiert", sagte Venezuelas Planungsminister Felipe Perez. Die führenden Oppositionsvertreter kündigten an, den Streik, mit dem sie eine Ablösung von Präsident Hugo Chavez erreichen wollen, fortzusetzen.

Wegen des Streiks sind die Öl-Ausfuhren des fünftgrößten Öl-Exporteurs der Welt zum Erliegen gekommen. Neben den Raffinerien der PDVSA werden auch die Häfen bestreikt.

Perez kündigte harte Maßnahmen zur Beendigung des Streiks an. Im Zentrum der Hauptstadt Caracas ging die Polizei mit Tränengas gegen Chavez-Anhänger vor, die Feuerwerkskörper auf die Gegner des Präsidenten warfen. Bei den Auseinandersetzungen wurden Polizeiangaben zufolge zwei Polizisten verletzt.

Die USA beziehen ein Siebtel ihrer Ölexporte aus Venezuela. In den vergangenen Tagen hatte der Streik die Ölpreise in die Höhe getrieben.

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