Archiv
Verabschiedung des Investmentmodernisierungsgesetzes

Zur Zustimmung des Bundesrats zum Gesetz zur Modernisierung des Investmentwesens und zur ...

Zur Zustimmung des Bundesrats zum Gesetz zur Modernisierung des Investmentwesens und zur Besteuerung von Investmentvermögen (Investmentmodernisierungsgesetz) erklärt das Bundesministerium der Finanzen, mit der Verabschiedung des Gesetzes sei die nachhaltige Förderung des Finanzplatzes Deutschland einen wesentlichen Schritt vorangekommen. Die Fortentwicklung und Modernisierung der aufsichts- und steuerrechtlichen Vorschriften unter Anpassung an die geänderten europäischen Vorgaben erhöhe die Leistungsfähigkeit und die Attraktivität des Investmentstandorts Deutschland erheblich. Dies schaffe Chancen für mehr Wachstum und Beschäftigung.
Das Gesetz ermöglicht u.a. erstmalig die Zulassung von Hedge-Fonds. Fondsgesellschaften können alternative und innovative Anlagestrategien umsetzen. Gegenüber dem im August vorgelegten Gesetzentwurf ergaben sich folgende wesentliche Änderungen:

  • Auch Privatanleger dürfen in Single-Hedge-Fonds investieren. Aus Gründen des Anlegerschutzes darf der Vertrieb aber nicht öffentlich, sondern ausschließlich im Wege der Privatplatzierung über Kreditinstitute sowie Finanzdienstleister mit Erlaubnis im Sinne des Kreditwesengesetzes erfolgen.
  • Auf die Beschränkung der Anlage von Dach-Sondervermögen mit zusätzlichen Risiken in nicht mehr als 40% des Wertes des Dach-Sondervermögens in Zielfonds mit gleicher Anlagestrategie wurde verzichtet, um die Marktchancen deutscher Anbieter zu verbessern.
  • Es wurde klargestellt, dass aus Gründen der Risikostreuung die Zielfonds, in die ein Dachfonds investiert, zwar alle vom gleichen Anbieter stammen dürfen, aber unterschiedliche Fondsmanager mit unterschiedlichen Anlagestrategien haben müssen.
  • Auf die börsentägliche Ermittlung des Werts des Sondervermögens mit zusätzlichen Risiken wurde verzichtet. Die Übermittlung der Vermögensaufstellung der Kapitalanlagegesellschaft an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht soll nicht börsentäglich, sondern regelmäßig erfolgen.
  • Die Pauschalbesteuerung wird auf die nicht nachgewiesenen Tatbestände beschränkt.


Der Entwurf einer für die Investmentgesellschaften wichtigen Rechtsverordnung zur Anlage in Derivaten ist im Dezember den Verbänden der Investmentbranche zur Stellungnahme zugegangen. Es wird daher davon ausgegangen, dass die Rechtsverordnung mit dem Gesetz am 1. 1. 2004 in Kraft treten kann.

Quelle: FINANZ BETRIEB, 06.01.2004

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%