Verärgerung über US-kritische Äußerungen von Prinz Walid
Giuliani weist Millionen-Spende Saudi-Arabiens zurück

Aus Verärgerung über US-kritische Äußerungen will der New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani von Saudi-Arabien kein Geld für die Angehörigen der Opfer der Terroranschläge annehmen.

afp NEW YORK. Giuliani wies nach Angaben seines Büros vom Donnerstag eine Spende des saudiarabischen Königshauses in Höhe von zehn Mill. Dollar (rund 21 Mill. Mark/10,5 Mill. Euro) zurück. Der Scheck sei ihm von Prinz El Walid bin Talal bin Abdul Asis überreicht worden. Prinz Walid ist ein Neffe des saudiarabischen Königs Fahd und der bedeutenste Geschäftsmann des Landes.

Der Prinz hatte zuvor gemeinsam mit Giuliani den Trümmerberg des eingestürzten World Trade Centers besucht. Er verurteilte die Terroranschläge vom 11. September zwar scharf, riet den Vereinigten Staaten aber gleichzeitig, ihre Nahost-Politik zu überdenken. Die USA müssten eine "ausgeglichenere" Haltung gegenüber den Palästinensern einnehmen, forderte der Prinz. Aus Verärgerung über die "unverantwortlichen und gefährlichen" Äußerungen habe Giuliani daraufhin die Spende an den von ihm eingerichteten "Zwillingsturm-Fonds" zurückgewiesen, hieß es aus seinem Büro.

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