Verantwortung für Anschläge überdeutlich
Absurdes El-Kaida-Video aufgetaucht

Mit einem streckenweise absurd zusammengeschnittenen Videofilm über die Flugzeugattentate vom 11. September hat die Terrororganisation El Kaida die letzten Zweifel daran ausgeräumt, dass sie tatsächlich für die Anschläge von New York und Washington verantwortlich ist.

dpa KAIRO/DOHA. In dem Video, das der in Katar ansässige Fernsehsender Al Dschasira am Donnerstagabend ausstrahlte, spricht einer der 19 Attentäter über seine geplante "Märtyrer- Aktion". Als Motiv für seine Tat nennt er die selben Gründe, die von den Anführern der El Kaida bereits mehrfach genannt worden waren, darunter die Anwesenheit der "ungläubigen" Amerikaner auf der Arabischen Halbinsel.

Im Hintergrund sind dabei die brennenden Türme des World Trade Centers zu sehen sowie ein Bild des El-Kaida-Anführers Osama bin Laden. Beide Fotos wurden offensichtlich nachträglich eingefügt. "Scheich Osama bin Laden, wenn er noch lebt oder wenn er getötet worden ist, es gibt Tausende von seiner Sorte", sagt der saudische Attentäter Ahmed el Hasnawy, der nach Informationen des FBI in der Boeing 757 der United Airlines flog, die am 11. September bei Pittsburgh (Pennsylvania) abgestürzt war.

Seine "Erklärung" hat er nach Informationen von Al Dschasira bereits am 5. März 2001 aufgezeichnet, sechs Monate vor dem 11. September. Er lobt in dem Video unter anderem die Anschläge auf die US-Botschaften in Nairobi und Daressalam von 1998 sowie auf den amerikanischen Zerstörer "USS-Cole" (Oktober 2000). Die "USS-Cole" sei als Ziel ausgewählt worden, da die Amerikaner mit dem Kriegsschiff "unsere Brüder im Irak" hätten angreifen wollen.

In dem Video wurden unter anderem Bilder von Kriegern gezeigt, die auf Pferden reiten, das islamische Heiligtum (die "Kaaba") in Mekka, Fernsehaufnahmen vom einstürzenden World Trade Center und von Bin Laden, der zusammen mit seiner "rechten Hand", Eiman el Sawahiri, in einer Berglandschaft hockt. Auch der kuwaitische "Sprecher" der El Kaida, Suleiman Abu Gheith, meldete sich zu Wort.

Der Al-Dschasira-Moderator sagte, das Video sei dem Sender vor etwa zwei Wochen zugespielt worden. Man habe jedoch aus verschiedenen Gründen lange überlegt, ob und wann man es ausstrahlen solle.

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