Verantwortungsvolles Wirtschaften kann Märkte beeinflussen
Ethischer Wettbewerb

Investoren, die auf Umwelt- und Sozialverantwortung achten, können den Kapitalmarkt beeinflussen. Das glauben Beobachter, die Unterstützung vom Institut Oekom Research erhalten.

Oekom Research bewertet Unternehmen nach dem Best-of-Class-Prinzip, vergleicht also die Konkurrenten innerhalb der Branche. Damit, hoffen die Analysten, könnte ein ethischer Wettbewerb in den Branchen und in der gesamten Wirtschaft in Gang gesetzt werden. Denn die Manager der schlechter bewerteten Firmen dürften sich um eine Annäherung an den jeweiligen Primus bemühen, um Wettbewerbsnachteile zu vermeiden.

Ein ethisch orientierter Investor, der Unternehmen mit hoher Umwelt- und Sozialverantwortung auswählt, kann nicht nur seine individuellen Interessen befriedigen, sondern eine "Veränderung des Kapitalmarktes in kleinen Schritten hin zu mehr ethischer Performance bewirken", glauben der Frankfurter Moraltheologe Johannes Hoffmann und der Volkswirtschaftler Gerhard Scherhorn aus Wuppertal. Die Autoren des Buches "Saubere Gewinne" (Verlag Herder Freiburg im Breisgau, 9,90 Euro) definieren Nachhaltigkeit als das Gegenteil von Substanzverzehr, also Erhaltung und Kultivierung der Produktionsgrundlagen.

In einer allgemeineren Umschreibung könnte man sagen: Nachhaltig wirtschaften heißt, die Bedürfnisse der heutigen Generation zu befriedigen, ohne die Möglichkeit zu zerstören, dass künftige Generationen ihre Bedürfnisse befriedigen können.

Quelle: Handelsblatt

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