Verband: "Der Knoten ist geplatzt"
Deutsche Maschen-Industrie atmet nach Durststrecke auf

vwd STUTTGART. Nach langjähriger Durststrecke kann die deutsche Maschen-Industrie in diesem Jahr aufatmen. "Der Knoten ist geplatzt", stellte Peter F. Giernoth, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der deutschen Maschen-Industrie, Stuttgart, am Donnerstag fest. Der Umsatz der Branche stieg im ersten Halbjahr um sechs Prozent. Maßgeblich unterstützt wurde die gute Entwicklung durch den Export und die gestiegene Nachfrage nach Damen-Strickwaren. Auch Wäsche und Miederwaren haben laut Giernoth zufrieden stellend abgeschnitten, das Geschäft mit Herrenstrickwaren und Kinderbekleidung habe dagegen enttäuscht.

Vor allem modische Maschenbekleidung hat sich nach einer Verbandsumfrage als Nachfragefavorit erwiesen, während sich die Standardware schwieriger habe verkaufen lassen. Unverändert tobe der Kampf um Preise und sonstige Konditionen, teilte Giernoth weiter mit. Grund dafür sei u.a. die weiter zunehmende Konzentration im Handel.

Immerhin, so ergab die Umfrage, schlägt die derzeit gute Maschenkonjunktur sich in der Auftragslage und der Kapazitätsauslastung positiv nieder. Zwei Drittel der befragten Unternehmen hätten über höhere Auftragseingänge berichet. Die weiteren Nachfrageimpulse würden sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland erwartet.

Rund 60 % der befragten Firmen erwarten in der zweiten Jahreshälfte ein Umsatzplus von fünf bis zehn Prozent. Die Mehrheit der Hersteller von Maschenwaren erwarten, dass das Wachstum von der inländischen Nachfrage kommt und die Exportnachfrage sich auf einem moderaten Zuwachs normalisieren wird.

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