Verband drohen große Löcher in der Kasse
DEB bei WM wirtschaftlich am Scheideweg

In Tschechien fallen richtungsweisende Entscheidungen für die Zukunft des deutschen Eishockey-Sports. Sportlich muss sich das Team von Bundestrainer Hans Zach unbedingt für Olympia qualifizieren, am grünen Tisch hofft der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) auf die Vergabe der WM 2009 an Deutschland. Ansonsten drohen deutliche Einschnitte.

HB NÜRNBERG. Die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2006 in Turin hat die Mannschaft von Bundestrainer Hans Zach auf dem Eis in der Hand. In Prag muss die DEB-Auswahl ihren Platz unter den ersten Acht in der Weltrangliste des Internationalen Eishockey-Verbandes (IIHF) verteidigen. Vor dem WM-Auftakt liegt Zachs Team auf Rang sieben. Erreicht es zum vierten Mal in Folge das Viertelfinale, ist es auf jeden Fall direkt für Turin qualifiziert. Selbst bei einem schlechteren Abschneiden hat die DEB-Auswahl noch gute Chancen, denn der derzeitige Neunte Schweiz müsste fünf Plätze besser abschneiden, um sie noch abzufangen. "Wenn wir die direkte Qualifikation nicht schaffen, kostet uns das Geld", sagt DEB-Sportdirektor Franz Reindl vor dem WM-Auftakt am Samstag (20.15 Uhr) in Prag gegen Aufsteiger Kasachstan. Dann müsste die Nationalmannschaft im Februar 2005 ein Qualifikationsturnier bestreiten statt lukrativer Länderspiele. Ein fünfstelliger Betrag, so Reindl, würde dann in der Kasse fehlen.

Viel wichtiger für den DEB ist aber die Vergabe der Weltmeisterschaften 2008 und 2009 auf dem IIHF-Kongress vom 6. bis 8. Mai in Prag. "Ich glaube, für 2009 haben wir gute Aussichten", sagt Reindl. Der DEB hat sich für beide Turniere als Ausrichter beworben, will aber 2008 dem Eishockey-Mutterland Kanada den Vortritt lassen. "Wenn die Kanadier die WM 2008 haben wollen, dann bekommen sie sie auch", so Reindl: "Wir werden jedenfalls nicht gegen sie antreten."

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